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Wie Roland Lei sein Abenteuer
in Moskau fand

Das Schweizer Fernsehen SRF porträtiert in der DOK-Serie «Abenteuer Moskau» sechs emigrierte Schweizer. Einer davon ist Bauunternehmer Roland Lei aus Herisau.
Karin Erni
Roland Lei, Bauunternehmer aus Herisau. (Bild: SRF)

Roland Lei, Bauunternehmer aus Herisau. (Bild: SRF)

Die Kamera zeigt den Chauffeur, der den Geländewagen konzentriert durch das Moskauer Verkehrsgetümmel lotst. Auf dem Rücksitz sitzt Roland Lei und verhandelt am Telefon. Der 61-Jährige sei immer unterwegs und immer erreichbar, sagt die Off-Stimme. Der studierte Bauingenieur ist einer von gerade mal 800 Schweizern, die 2500 Kilometer entfernt von der Heimat in der Grossstadt leben. Im Moment baut seine Firma gerade die neue Schweizer Botschaft. Zu Leis Kunden gehören renommierte Firmen wie Nestlé, Coop, Holcim oder VW. Für sie baut er Supermärkte, Fabrikationshallen und Zementwerke. Er arbeite ausschliesslich für Auftraggeber aus Westeuropa, da deren Zahlungsmoral besser sei, sagt Lei im Filmbeitrag. In den über 20 Jahren in Russland habe er viele Krisen überstanden, die jüngste aber mache ihm zu schaffen. «Aufgrund der europäischen Sanktionen gegen Russland investieren diese Firmen nur noch sehr zurückhaltend und es wird zunehmend schwieriger, neue Aufträge zu akquirieren.»

Per Zufall in Russland gelandet

1984 hat Lei das elterlichen Baugeschäft in Herisau übernommen. 1993 konnte die Firma ein grosses Hotel-Bauprojekt in Kasachstan realisieren. Dadurch ergaben sich Kontakte nach Russland und er konnte ein Bürogebäude im Zentrum von Moskau, direkt neben dem so genannten «Weissen Haus» ausführen. «Ich hatte keine Ahnung und kannte Russland vorher überhaupt nicht, aber ich bin gewachsen an den Aufgaben», sagt Lei. Seit 1999 ist er permanent in Moskau tätig. Seine Firma beschäftigt derzeit über 350 Mitarbeiter. Der persönliche Kontakt zu ihnen ist dem Chef wichtig. Zweimal pro Woche schaut er auf jeder Baustelle vorbei. Die Methoden seien manchmal unkonventionell, sagt Lei und lobt die russische Improvisationsfähigkeit. Das Geschäft in Russland bietet viele Chancen, birgt aber auch Risiken. «Ich habe manchmal schlaflose Nächte. Es läuft nicht alles so reibungslos wie in der Schweiz. Gerade die Rechtssicherheit ist nicht immer gegeben.» In der Schweiz hätte er nie eine solche Karriere gemacht, sagt er. Darum kann er sich nicht mehr vorstellen, zurückzukehren. «Mir gefällt die Stadt Moskau sehr gut, eine Stadt, die lebt, 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche. Hier wird es nie langweilig.»

Hinweis «DOK»-Serie «Abenteuer Moskau» begleitet sechs Schweizerinnen und Schweizer, die sich in der russischen Metropole niedergelassen haben. Der erste von vier Teilen läuft am Freitag, 18. Mai um 21 Uhr auf SRF 1.

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