Leichter saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

Im Einzugsgebiet des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Wattwil sind die Stellensuchendenzahlen leicht gestiegen. Damit folgt das Toggenburg dem kantonalen wie nationalen Trend. Ende November waren auf dem RAV Wattwil 650 Stellensuchende registriert.

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Im Einzugsgebiet des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Wattwil sind die Stellensuchendenzahlen leicht gestiegen. Damit folgt das Toggenburg dem kantonalen wie nationalen Trend. Ende November waren auf dem RAV Wattwil 650 Stellensuchende registriert. Der leichte saisonale Anstieg auf das Jahresende ist in Zeiten sinkender Arbeitslosigkeit üblich und in erster Linie auf das Baugewerbe und auf Temporärarbeitsplätze zurückzuführen.

Die Stellensuchende-Quote im Toggenburg entspricht 3,1 Prozent. Diese ist im Vergleich mit dem Kanton St. Gallen mit 4,7 Prozent und der Schweiz mit 5,2 Prozent ein wesentlich tieferer Wert.

Im November haben sich 99 Personen auf dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Wattwil angemeldet. Im gleichen Zeitraum konnten 87 Abmeldungen stellensuchender Personen verzeichnet werden.

Gegenüber dem Oktober hat die Stellensuchendenzahl im Einzugsgebiet des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Wattwil somit um 12 Personen zugenommen. Ende Oktober waren 638 Stellensuchende registriert. Das Trend-Barometer der Fachstelle für Statistik zeigt weiterhin eine sinkende Tendenz an.

Krankheiten ins Arbeitszeugnis

Im Arbeitszeugnis darf und muss eine Krankheit erwähnt werden, die einen starken Einfluss auf Leistung oder Verhalten des Angestellten hatte.

Bemerkungen zu geheilten Gesundheitsproblemen, die keine Auswirkungen hatten, sind laut Bundesgericht dagegen verboten. Der Fall betrifft einen früheren Regionalsekretär der Gewerkschaft Syna. Das Solothurner Obergericht hatte die Syna im vergangenen Februar ermächtigt, im Arbeitszeugnis zu erwähnen, dass der Mann seit August 2007 bis zu seiner Entlassung im Januar 2009 wegen gesundheitlichen Problemen arbeitsunfähig gewesen sei.

Beschwerde am Bundesgericht

Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Mannes nun abgewiesen. Laut den Richtern in Lausanne war die Syna gehalten, die Krankheit im Arbeitszeugnis festzuhalten. Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis dürfe und müsse auch negative Tatsachen erwähnen, soweit dies für die Gesamtbeurteilung der Leistung notwendig sei.

Hinweis auf längere Arbeitsunterbrüche – das sei bei einer Krankheit der Fall, die erheblichen Einfluss auf die Leistungen oder das Verhalten des Mitarbeitenden gehabt habe. Dasselbe gelte bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen, welche die Eignung zum Job gänzlich in Frage stellten und deshalb einen sachlichen Grund für eine Kündigung bilden würden.

Geheilte Krankheiten

Im Zeugnis zu erwähnen seien weiter längere krankheitsbedingte Unterbrüche der Arbeitstätigkeit, die im Verhältnis zur gesamten Anstellungsdauer ins Gewicht fallen würden. Ohne entsprechenden Hinweis zu solchen Ausfällen könnte sonst ein falscher Eindruck über die erworbene Berufserfahrung entstehen.

Keine Bemerkung darf ein Arbeitszeugnis gemäss dem Urteil aus Lausanne dagegen zu geheilten Krankheiten enthalten, welche die Beurteilung der Leistung oder des Verhaltens des Betroffenen nicht beeinträchtigen.

(Urteil 4A_187/2010 vom 6.9.2010; BGE-Publikation) Lausanne (sda)

RAV Wattwil