Leichtathletikanlage eingeweiht

NECKER. Die neue Leichtathletikanlage beim Oberstufenzentrum in Necker wurde am Freitag nicht nur mit Worten, sondern auch mit sportlichen Taten eingeweiht.

Nadine Rydzyk
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Die verbreiterte 110m-Tartanbahn eignet sich auch für Hürdenläufe. (Bild: Thomas Geissler)

Die verbreiterte 110m-Tartanbahn eignet sich auch für Hürdenläufe. (Bild: Thomas Geissler)

Nach insgesamt sechs Jahren Vorbereitungszeit, einem nicht immer einfachen, aber erfolgreichen Findungsprozess der beteiligten Gemeinden Neckertal, Hemberg und Oberhelfenschwil sowie der Schulgemeinde Neckertal, und nicht zuletzt einem grossen Engagement der Sportvereine, durfte am Freitagabend in Necker gefeiert werden. Die neue Leichtathletikanlage beim Oberstufenzentrum wurde eingeweiht. Ein Moment, der nicht nur Projektgruppenleiter Werner Raschle freudig stimmte.

Das Neckertal macht's möglich

Zur Einweihung der Sportanlage hatte man sich etwas Besonderes einfallen lassen. So wurde diese nicht nur zur Besichtigung freigegeben, sondern auch gleich mit sportlichen Demonstrationen vorgeführt. Neben den jungen Nachwuchssportlerinnen und -sportlern der vier beteiligten Turnvereine Brunnadern, Oberhelfenschwil, St. Peterzell und der Leichtathletikschule Toggenburg hatte man als Stargast auch Weitspringer Yves Zellweger eingeladen. Er ist einer von vier Schweizern, die aktuell die 8-m-Marke überspringen. Dem Leichtathletik-Publikum ist er spätestens seit der Europameisterschaft in Zürich ein Begriff. Sein nächstes grosses Ziel ist Olympia 2016. Dafür hat er nun auch seine Arbeit auf Eis gelegt, um entsprechend trainieren und die für eine Qualifikation nötigen 8,15 m erreichen zu können.

Bevor es aber an die sportlich begleitete Besichtigungstour ging, galt es, diejenigen zu würdigen, die das Projekt möglich gemacht haben. «Es ist uns gelungen, das Gesamtwohl in den Vordergrund zu stellen, ohne dabei die Einzelinteressen zu vernachlässigen», fasste Werner Raschle zusammen. In der Umsetzung hatte man zudem Glück, erklärte er. Denn nicht nur auf der Kostenseite ist im Laufe des Projektes noch etwas hinzugekommen, auch die Einnahmenseite hatte sich noch gemehrt. Dies war durch die Beteiligung der öffentlichen Institutionen, sowie Beiträgen von Sport-Toto, Stiftungen, Sponsoren, dem Frühlingsmarkt-Team, Bandenwerbern und den Teilnehmern an der «Aktion Randstein», sowie zahlreichen Sponsorenläufern möglich gewesen. «Ich bin sicher, dass die Anlage vielfältigen Schwung und Motivation bringen wird. Sie ist ein Zeichen dafür, was im Neckertal alles möglich ist», so Werner Raschle. Ganz in diesem Sinne formulierte auch der Neckertaler Schulratspräsident Rudolf Mäder seine Hoffnung, dass diese Signalwirkung über die Grenzen der Gemeinde hinaus Leuchtkraft zeige.

Anschauliche Aktionen

Welche Ausstrahlungskraft die sportlichen Leistungen an sich schon haben, honorierte auch der Neckertaler Vizegemeindepräsident Peter Bünzli. «Unsere jungen Athleten sind grossartige Botschafter für das Neckertal.» Neben diesem Effekt wusste er auch ganz grundsätzlich etwas über die wünschenswerten Nebenwirkungen des Sports zu berichten. Denn körperliche Aktivität wirkt sich nachhaltig positiv auf die Gesundheit, die Zufriedenheit und das Konzentrationsvermögen aus. «Ausserdem macht Training schön», konnte er sicher auch den letzten Sportmuffel mit einem schlagenden Argument überzeugen. Die neue Aussenanlage war somit ein Projekt, das man seitens der Gemeinde nicht nur gern, sondern auch mit bestem Gewissen unterstützt hat.

Wofür alles im einzelnen genutzt werden kann und wie sowohl der Schul-, als auch der Vereins- und Breitensport ganz konkret von der Anlage und der Ausrüstung profitieren kann, machte der Rundgang eindrücklich deutlich. Kommentiert und erläutert von Werner Raschle ging es auf die verschiedenen Teile der neuen Sportanlage, von den verbesserten Möglichkeiten für den Hochsprung bis zur breiteren Sprintbahn, die nun auch Hürdenläufe ermöglicht, über den Kugelstoss-Ring, die Weitsprungbahn zu den neuen Speerwurf- und Diskuswurfanlagen. Dabei stellte sogar der eine oder andere junge Athlet im Rahmen der Demonstrationen vor dem Publikum seine persönliche Bestmarke ein.

Dies gelang Yves Zellweger zwar an diesem Abend aufgrund von vorangegangenen Verletzungen und einem hohen Trainingspensum innerhalb der vergangenen Woche nicht, doch machte er auch so mehr als deutlich, weshalb man eine ausreichend lange Anlaufstrecke benötigt. Sein Profi-Urteil über die Anlage in Necker fiel positiv aus. Als ein Sportler, der schon viele Sportanlagen unter den Füssen hatte, konnte er klar sagen: «Das ist eine sehr schöne Bahn mit einem guten Absprungbalken und gutem Sand.» Und auch die Nachwuchstalente zeigten klar, dass im Neckertal viel sportliches Potenzial vorhanden ist.

Die neue Hochsprunganlage, die ein unkompliziertes Verstellen der Höhe ermöglicht.

Die neue Hochsprunganlage, die ein unkompliziertes Verstellen der Höhe ermöglicht.

Yves Zellweger zählt zu den besten vier Weitspringern des Landes.

Yves Zellweger zählt zu den besten vier Weitspringern des Landes.

Die verbreiterte 110-m-Sprintbahn eignet sich auch für Hürdenläufe. (Bilder: Thomas Geissler)

Die verbreiterte 110-m-Sprintbahn eignet sich auch für Hürdenläufe. (Bilder: Thomas Geissler)