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LEICHTATHLETIK: Tobler will an die WM

Alina Tobler aus Walzenhausen gehört in der Schweiz zu den grössten Talenten im Dreisprung. Sie konnte bereits einige Erfolge feiern. Die Teilnahme an den Weltmeisterschaften ist nicht ihr einziges Ziel.
Jesko Calderara
Nebst dem Sport macht Alina Tobler zurzeit eine Ausbildung zur Kauffrau. (Bild: PD)

Nebst dem Sport macht Alina Tobler zurzeit eine Ausbildung zur Kauffrau. (Bild: PD)

Jesko Calderara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

Die Zeit vom 10. bis 15. Juli hat sich Alina Tobler vorsorglich freigehalten. Dann steht in der finnischen Stadt Tampere die Leichtathletik U20-Weltmeisterschaft auf dem Programm. «Mein Ziel ist, erstmals daran teilnehmen zu können», sagt die 18-jährige Dreispringerin. Noch hat sie aber keinen zählbaren Sprung mit der geforderten Limite erreicht. Die WM-Teilnahme wäre für die junge Nachwuchsathletin aus Walzenhausen der erste internationale Wettkampf.

Mit Leichtathletik begann Tobler vor 10 Jahren. Zuvor hatte sie bereits mehrere Stadtläufe absolviert. Tobler schloss sich jedoch nicht einem der Rheintaler Sportvereine an, was von ihrem Wohnort im Vorderland naheliegend gewesen wäre. Sie entschied sich stattdessen für den LC Brühl. In den ersten Jahren probierte Tobler im Rahmen des Nachwuchstrainings die Disziplinen Weitsprung, Hochsprung, 60 Meter, 200 Meter und Dreikampf aus. Später konzentrierte sich die Nachwuchsathletin auf Weitsprung, bevor sie 2016 zum Dreisprung wechselte. Diese anspruchsvolle Disziplin gefalle ihr, sagt Tobler. «Eine besondere Herausforderung ist, die drei Sprünge technisch sauber abzuwickeln, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren.» Zudem brauche es bei Leichtathletik mentale Stärke.

Hoher Aufwand für das Training

Für ihre Leidenschaft betreibt Tobler einen grossen Aufwand. Fünf Mal pro Woche trainiert sie mit der Sprunggruppe des LC Brühl – entweder auf der Sportanlage Neudorf oder während der Wintermonate im Athletik Zentrum. Dazu pendelt sich jeweils mit dem ÖV vom Appenzeller Vorderland nach St. Gallen. Yoga, Schwimmen und ein Regenerationstraining runden das Trainingsprogramm ab. Auf die Regeneration legt Tobler grösseren Wert als früher, wo sie oft mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Sie sei zu ehrgeizig und verkrampft gewesen, sagt die Nachwuchsathletin. Aufgeben war dennoch nie ein Thema. Yoga hat ihr geholfen, ausgeglichener und fitter zu werden. Der hohe Trainingsaufwand liesse sich mit dem Besuch einer gewöhnlichen Schule kaum verbinden. Daher absolviert die Tobler ihre Ausbildung zur Kauffrau an der United School of Sports in St. Gallen. Diese wird sie 2019 abschliessen. Die junge Walzenhauserin drückt mit anderen Sportlern die Schulbank, darunter sind einige Spieler des FC St. Gallen. Zurzeit macht sie jedoch beim Departement des Innern im Dienst für Informatik und Finanzen ein zweijähriges Praktikum. Das Arbeitspensum beträgt 70 Prozent, dazu kommt wöchentlich ein halber Schultag. Auf diese Weise bleibt genügend Zeit für das Training und die Wettkämpfe. Die Hallensaison dauert von Anfang Januar bis Ende Februar, jene im Freien beginnt Ende April.

Profikarriere als Traum

In ihrer jungen Karriere konnte Tobler einige Erfolge erzielen. So wurde sie bereits mehrfach Schweizermeisterin. Dieses Jahr beispielsweise gewann die Dreispringerin bei den Hallen Nachwuchs Schweizer Meisterschaften in St. Gallen die Goldmedaille. In Magglingen wiederum gewann Tobler an den Elite-Meisterschaften Bronze. Dabei verbesserte sie den Schweizer Rekord auf 12,56 Meter. Als besonderes Erlebnis nennt Tobler auch den Gewinn der Goldmedaille im Weitsprung 2013. Vor einiger Zeit wurde der aufstrebenden Sportlerin noch eine weitere Ehre erteilt. Tobler ist Rheintaler Sportlerin 2017.

Wie ihre sportliche Zukunft nach Ende der Ausbildung zur Kauffrau aussieht, ist offen. Ein Traum wäre, professionell auf die Karte Leichtathletik zu setzen. In der Schweiz sei dies aus finanziellen Gründen aber kaum möglich, sagt Tobler.

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