Leichtathletik
Kugelstösserin Miryam Mazenauer aus Bühler wird überlegen Schweizer Meisterin in der Halle

An den nationalen Titelkämpfen in den Einzeldisziplinen der Leichtathletik siegt Miryam Mazenauer vom TV Teufen im Kugelstossen. Ihre Klubkollegin Antonia Gmünder gewinnt die Bronzemedaille im Hochsprung.

Hans Koller
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Miryam Mazenauer vom TV Teufen stösst an den Hallenmeisterschaften in Magglingen 99 Zentimeter weiter als die Konkurrenz.

Miryam Mazenauer vom TV Teufen stösst an den Hallenmeisterschaften in Magglingen 99 Zentimeter weiter als die Konkurrenz.

Bild: Peter Klaunzer/ KEYSTONE

Die Kugelstösserin Miryam Mazenauer gewann alle Vorbereitungsmeetings überlegen und trat am Wochenende als Favoritin in Magglingen zu den Titelkämpfen an. Mit der anspruchsvollen Drehstosstechnik kommt die Athletin des TV Teufen inzwischen aber so gut zurecht, dass sie auch im entscheidenden Moment ihr Potenzial abrufen kann. Bereits im zweiten Versuch wuchtete sie die 4 Kilogramm schwere Kugel auf ausgezeichnete 15.44 Meter. Die Konkurrenz konnte auf diesen Exploit nicht reagieren. Die angehende Primarlehrerin aus Bühler gewann ihren zweiten Hallentitel überlegen mit 99 Zentimeter Vorsprung.

Zuerst über die Hürden, dann über die Latte

Nach dem Gewinn ihres ersten nationalen Titels im Mehrkampf überraschte Mazenauers Klubkollegin Antonia Gmünder mit weiteren Leistungssteigerungen, was nach ihrem Saisonhöhepunkt in der Halle nicht erwartet werden durfte. Mit neuer persönlicher Bestleistung erreichte die St.Gallerin den Finallauf über 60 Meter Hürden inmitten der nationalen Spitze. Mit einer weiteren Steigerung auf 8.77 Sekunden lief sie auf den achten Rang. Gmünders Höhepunkt folgte anschliessend im Hochsprung. Mit 1.68 Meter blieb sie nur einen Zentimeter unter ihrer Bestmarke und gewann überraschend die Bronzemedaille. An der nächsten Höhe von 1.71 scheiterte sie mit den Hürdenläufen in den Beinen knapp.

Der Steiner Simon Ehammer verzichtete nach zwei Mehrkampfwochenenden auf eine Teilnahme an den Schweizer Meisterschaften, um sich optimal für die kommenden Europameisterschaften vorzubereiten zu können.