Lehrstellenforum zum zweiten

WATTWIL. Das erste Lehrstellenforum Toggenburg im vergangenen Jahr kam bei allen gut an, bei den Lehrbetrieben, bei den Schülern und bei deren Eltern. Am 18. Juni gibt es eine zweite Auflage, interessierte Aussteller können sich anmelden.

Sabine Schmid
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Am Lehrstellenforum können zukünftige Lernende einfach Kontakte zu Lehrbetrieben knüpfen und sich informieren. (Bild: pd)

Am Lehrstellenforum können zukünftige Lernende einfach Kontakte zu Lehrbetrieben knüpfen und sich informieren. (Bild: pd)

«Der Start ist gelungen.» Mit diesen Worten kommentierte René Brassel von der Arbeitgebervereinigung Toggenburg im vergangenen Jahr das erste Lehrstellenforum. Auch Cécile Ziegler, Leiterin der Berufs- und Laufbahnberatung Toggenburg, war sehr erfreut über die grosse Anzahl Besucher. Beziffern lässt sich der Publikumsaufmarsch nicht, aber stellenweise gab es kaum mehr ein Durchkommen in den Gängen zwischen den Ständen. 65 Lehrbetriebe haben sich an einem Samstagmorgen im Juni im Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg in Wattwil präsentiert. «Eines unserer Ziele war es, den Toggenburgern zu zeigen, welch breite Palette an Berufen in unserer Region gelernt werden kann. Das haben wir erreicht», sagt Cécile Ziegler. Für die Präsentation ihrer Lehrberufe haben sich die ausstellenden Betriebe einiges einfallen lassen: Wettbewerbe, einen Einblick in die Arbeitswelt oder eine kleine Degustation.

Breite Unterstützung

Schnell war bei den Organisatoren klar, dass in diesem Jahr wieder ein Lehrstellenforum Toggenburg durchgeführt werden soll. «Unsere Abstützung ist breit», erklärt René Brassel. Die Toggenburger Gemeinden und Schulgemeinden, die Arbeitgebervereinigung, Vertreter von Gewerbe und Industrie aller Gemeinden sowie Toggenburg.ch unterstützen den Anlass. «Noch bis Ende Februar können sich die Lehrbetriebe anmelden», sagt Cécile Ziegler. Die ersten Aussteller haben bereits fest zugesagt. Angesprochen sind alle Betriebe, deren Sitz im Wahlkreis Toggenburg liegt und die Lehrstellen anbieten. Dabei spiele keine Rolle, ob die Lehre zwei, drei oder vier Jahre dauere. «Im Gegenteil», sagt Cécile Ziegler. «So sehen die Schüler und ihre Eltern, dass jeder eine Chance bei der Lehrstellensuche hat, unabhängig davon, ob seine Noten gut sind oder der Schüler eine eher schwierige Schulzeit hat.» Für sie lebt das Lehrstellenforum von der Anzahl Berufen, die vorgestellt werden. «Darum wäre es sehr nützlich, wenn viele Branchen mitmachen.»

Kontakt steht im Zentrum

Beim Lehrstellenforum gebe es zwei Gewinner: Zum einen die Lehrbetriebe, die auf diese Art zukünftige Lernende finden, zum anderen die Schüler, die mögliche Berufe und mögliche Lehrbetriebe kennenlernen können. «Am Stand, wo auch oft Lernende gestanden sind, ist die Hemmschwelle für eine Kontaktnahme niedrig», glaubt Norbert Stieger, Präsident der Schulgemeinde Wattwil-Krinau. Das Lehrstellenforum biete eine gute Gelegenheit für Kontakte. Ältere Schüler, die sich bereits mit der Berufswahl auseinandergesetzt haben, können hier sogar Schnupperlehren abmachen. Norbert Stieger hat auch gefreut, dass viele Schüler von ihren Eltern begleitet wurden. «Beim Thema Berufswahl sind sie ebenfalls stark eingebunden», sagt er.

Für René Brassel als Vertreter der Arbeitgeber ist es wichtig, dass die Toggenburger Betriebe ihre Lehrstellen auch besetzen können. Kleinere KMU hätten diesbezüglich eher Mühe als grössere Firmen, die besser bekannt seien. Zudem sei der Druck von Betrieben in den Nachbarregionen gross. Dennoch: «Die Firmen müssen versuchen, die Jugendlichen während der Lehrzeit in der Region zu behalten. So besteht eher die Möglichkeit, dass sie später als Fachkräfte wieder ins bekannte Umfeld zurückkehren», sagt René Brassel.

Die Organisatoren hoffen, dass das Interesse bei den Ausstellern für das Lehrstellenforum vom Samstag, 18. Juni, in Wattwil mindestens gleich gross ist wie im vergangenen Jahr. «Dieses Niveau sollte sich so etablieren», wünscht sich Cécile Ziegler.

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