Lehrreicher Nachmittag

SP Toggenburg

Stefan Diener
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Die Zoologin Petra Wiesenhütter vom Naturmuseum St. Gallen gibt den SP-Mitgliedern Auskunft zum zehn Tonnen schweren Skelett eines Entenschnabel-Dinosauriers. (Bild: PD)

Die Zoologin Petra Wiesenhütter vom Naturmuseum St. Gallen gibt den SP-Mitgliedern Auskunft zum zehn Tonnen schweren Skelett eines Entenschnabel-Dinosauriers. (Bild: PD)

Der diesjährige Winteranlass der SP Toggenburg führte in den Botanischen Garten und das benachbarte Naturmuseum St. Gallen. Der vor einem Jahr eröffnete Neubau umfasst eine beeindruckende Sammlung von Exponaten, welche geschickt in sieben thematische Themenbereiche eingebaut sind, und dadurch alles andere als verstaubt wirken. Meist zeigen diese zudem einen klaren lokalen Bezug, sei es mit dem schweizweit grössten Landschaftsrelief des Kantons, umrahmt von dessen tierischen Bewohnern oder der Ausstellung über Bären und seinen Mitbewohnern. Die Zoologin und Museumspädagogin Petra Wiesenhütter präsentierte der altersdurchmischten Gruppe während ihrer Führung einige ausgesuchte Glanzpunkte und weckte damit grosses Interesse für einen weiteren, ausführlicheren Besuch. Im zweiten Teil präsentierte Hanspeter Schumacher, Leiter des Botanischen Gartens, faszinierende Einblicke in die Welt der Botanik. 1918 vom Naturmuseum aus dem Stadtpark vertrieben steht der Botanische Garten seit der Mitte des 20. Jahrhunderts im Stephanshorn und seit letztem Jahr wieder in unmittelbarer Nachbarschaft zum Naturmuseum, welches endlich reumütig zu seinem grossen Bruder zurückgekehrt ist. Anschaulich wurde die Überlebensstrategie der südafrikanischen Fensterpflanze, ein sogenannter «lebendiger Stein», demonstriert, die Tragfähigkeit der Blätter der Riesenseerose gezeigt, und erklärt, wie es sich als Bromelie wurzellos ganz gut leben lässt.

Der lehrreiche Nachmittag fand seinen stimmigen Ausklang bei einem Apéro im Tropenhaus, inmitten von üppigen Pflanzen und umrahmt vom Soundteppich singender Dschungelfrösche.

Stefan Diener