Lehrlinge bauen neue Seckbrücke

15 angehende Ostschweizer Metallbauer des Berufs- und Weiterbildungszentrums Buchs (BZB) ersetzten in den vergangenen Tagen im Gebiet «Potersalper Herz» im Alpstein die sogenannte Seckbrücke. Dabei mussten sie verschiedene Herausforderungen meistern.

Rosalie Manser
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Seckbrücke im Gebiet Potersalp im Alpstein wurde altershalber neu gebaut. (Bild: Rosalie Manser)

Seckbrücke im Gebiet Potersalp im Alpstein wurde altershalber neu gebaut. (Bild: Rosalie Manser)

ALPSTEIN. Die bisherige Seckbrücke im Gebiet Potersalp im Alpstein ist in die Jahre gekommen. Die Holzkonstruktion mit Stahlträgern wich in den vergangenen Tagen dank dem Einsatz von 15 lernenden Metallbauern des Berufs- und Weiterbildungszentrums Buchs (BZB) einer neuen, rund elf Meter langen metallenen Brücke, mit Gitterrosten und einem Geländer mit Diagonalgeflecht. Neben reiner Manneskraft musste für die Montage, beim unwegsamen «Potersalper Herz» für die über eine Tonne schwere Stahlkonstruktion ein Helikopter der Heli Linth AG beigezogen werden.

Hinweis vom Wegmacher

Entstanden ist die neue Brücke mitunter auf Initiative des an der BZB unterrichtenden Fachlehrers Peter Breu. Zusammen mit den Metallbaulehrlingen des zweiten Ausbildungsjahres streckte er die Fühler nach einem praxisbezogenen Projekt in der Region Ostschweiz aus. Fündig wurde er schliesslich im Bezirk Schwende. Dort wurde bereits vor einigen Jahren eine neue Brücke im Gebiet Bödeli-Warth erstellt. Damals unter der Regie von Innerrhoder Lehrlingen aller Berufsgattungen auf freiwilliger Basis.

Wegmacher Patric Hautle machte Peter Breu auf die baufällige Seckbrücke aufmerksam. In der Folge hatte seine Klasse im Frühsommer dieses Jahres mit der Umsetzung begonnen. Neben dem Pflichtunterricht wurden im Wochenrhythmus die Arbeiten für die neue Stahlbrücke in Angriff genommen. Die 15 Auszubildenden teilten sich in die Gruppen Koordination, Träger, Verbindungen, Tragjoch und Geländer auf. Die einzelnen Bauteile wurden in verschiedenen Betrieben produziert, die ihre Infrastruktur kostenlos zur Verfügung stellten. Vor allem die Firma Debrunner Koenig Management AG unterstützte das Projekt grosszügig. Bei der Baumet AG in Oberriet verhalf man der künftigen Seckbrücke mittels Lack zum nötigen Glanz und Wetterbeständigkeit.

Einzelteile zusammengefügt

Mit Spannung wurde der Moment erwartet, als die Einzelteile der fünf Teams zu einem Ganzen zusammengefügt wurden, und Erleichterung machte sich unter den angehenden Metallbauern breit, als alles auf Anhieb millimetergenau zusammenpasste.

Minutiöse Logistik vonnöten

Eine eigentliche Knacknuss stellten die detaillierte Transportlogistik und der Montageablauf in diesem nur zu Fuss erreichbaren Gelände dar. Dabei konnte die 2. Metallbauklasse des BZB auf die tatkräftige Unterstützung des Bezirksrates Schwende sowie auf Wegmacher Patric Hautle zählen. So wurde die Unterkunft und die Verpflegung für die Metallbaulehrlinge während zweier Tage organisiert und auch der Transfer der Montagehelfer zur Baustelle wurde von den Verantwortlichen des Bezirks sichergestellt. Die Montage erfolgte während zweier Tage, am 22. und 23. Oktober, wobei der zweite Tag lediglich noch dem Feinschliff galt. Der im Vorfeld minutiös geplante Montageablauf sorgte dafür, dass die Einsatzzeit des Helikopters auf ein Minimum beschränkt werden konnte und die gesamte Installation der Stahlbrücke reibungslos verlief.

Viel Freude und Motivation

Die Motivation der Metallbaulehrlinge für dieses praxisbezogene Projekt war gross, was sich an der Vielzahl an freiwilligen Arbeitsstunden zeigte. Für die eigentliche Brückenmontage bezogen die Auszubildenden Ferientage oder bauten Überstunden ab. Innerhalb der Gruppe war unisono zu hören, dass sich dieser Einsatz gelohnt habe.