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Lehrlinge bauen Holzbrücke

Am Wochenende wird sie erstmals an der Ausstellung der Freizeitarbeiten in Oberegg zu sehen sein: die Holzbrücke der Lehrlinge von Mettler Holzbau. Doch Oberegg ist nicht der endgültige Standort des Bauwerks.
Stephanie Sonderegger
Nur noch die Glasplatten an den Seiten und die Dacheindeckung fehlen. (Bilder: sso)

Nur noch die Glasplatten an den Seiten und die Dacheindeckung fehlen. (Bilder: sso)

SCHWELLBRUNN. «Eine Holzbrücke, die baut auch ein Zimmermann nicht jeden Tag», sagt Markus Gantenbein, Lehrlingsbetreuer bei Mettler Holzbau in Schwellbrunn. Er deutet auf die rund zehn Meter lange Holzkonstruktion, die noch in den Hallen des Handwerkbetriebs steht. Morgen wird die Brücke dort abgeholt und nach Oberegg zur Freizeitarbeiten-Ausstellung gebracht. Diese legte den Grundstein für die Idee des Initianten Norbert Wick aus Schönengrund. Der Berufsschullehrer war im Herbst vergangenen Jahres zu Besuch in der Waldegg in Teufen. «Dort war Niklaus Dörig auf der Suche nach einer Brückenkonstruktion für den Rundweg», so Wick. Er habe den Auftrag direkt an sich genommen und die Lehrlinge des Holzbaubetriebs in Schwellbrunn zwecks Interesse angefragt.

Zwei Wochen Ferien eingesetzt

Doch bevor die sechs Zimmermannlehrlinge Stefan Gredig, Daniel Kuratli, Silvan Rutz, Simon Buff, Roman Wittenwiler und Darryl Suhner Hand anlegen durften, stand die Planung im Vordergrund. Dieser widmete sich Architekturstudent Tobias Wick aus Schönengrund. «Die Statik wurde anschliessend von Hermann Blumer geprüft», so der Student. Nach abgeschlossenen Planungsarbeiten gelangte das Projekt schliesslich in die Hände der angehenden Zimmermänner. «Wir haben Anfang Januar zwei Wochen Ferien genommen, um mit dem Brückenbau zu starten», erzählt Darryl Suhner, Lernender im dritten Lehrjahr. Mit dem Plan hätten sie gut arbeiten können, sagt er. «Die meisten Fragen haben sich schnell geklärt. Die grösste Schwierigkeit für uns war herauszufinden, wo wir anfangen sollen.»

Erst Oberegg, dann Teufen

Rund 400 Stunden brauchte es, bis die sechs Lernenden aus dem zweiten und dritten Lehrjahr das Bauwerk fertiggestellt hatten. Eine Arbeit, die nicht immer ganz einfach gewesen sei, sagt Lehrlingsbetreuer Markus Gantenbein: «Das Biegen des Holzes war eine Herausforderung. Zudem ist die Grösse der Brücke schon etwas Besonderes.» Er habe seine Lehrlinge aber nur wenig unterstützen müssen. «Das meiste haben sie selbständig gelöst», so Gantenbein. Doch an der Holzbrücke sind nicht nur Zimmermannlehrlinge, sondern auch solche aus anderen Berufen beteiligt. So kümmerte sich Philipp Sutter von Willi Metallbau in Gais um die Schlosserarbeiten. Norbert Wick fügt hinzu: «Wenn die Brücke in Teufen steht, wird sie noch von drei Dachdeckerlehrlingen gedeckt.» Zudem sollen die Seiten mit Glasplatten verkleidet werden.

Doch noch ist es nicht so weit. Erst wird die Brücke morgen nach Oberegg transportiert, wo sie an den darauffolgenden Tagen an der Freizeitarbeiten-Ausstellung zu sehen sein wird. «Am Montag bringen wir sie dann in die Waldegg in Teufen», so der Initiant. Dort soll sie dann auch bleiben.

Die Lehrlinge von Mettler Holzbau mit Initiant, Planer und Betreuer.

Die Lehrlinge von Mettler Holzbau mit Initiant, Planer und Betreuer.

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