Legaler Etikettenschwindel

APPENZELLERLAND. Wer Appenzeller Mostbröckli oder Bündnerfleisch kauft, erwartet, dass er ein Schweizer Produkt kauft. Doch dem ist nicht immer so. Vor allem grosse Produzenten verwenden vielfach ausländisches Fleisch. Das ist absolut legal.

Karin Erni
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Auch Appenzeller Mostbröckli wird oft aus ausländischem Fleisch hergestellt. (Bild: fotolia)

Auch Appenzeller Mostbröckli wird oft aus ausländischem Fleisch hergestellt. (Bild: fotolia)

Trockenfleischprodukte wie Bündnerfleisch und Appenzeller Mostbröckli würden oft aus ausländischem Fleisch hergestellt, lautete der Vorwurf der Fernsehsendung «Kassensturz». Das sei erlaubt und nötig, weil es in der Schweiz zu wenige entsprechende Fleischstücke gebe, kontern die Hersteller. Besserung ist in Sicht: Das Appenzeller Mostbröckli steht kurz vor der Zertifizierung mit dem IGP-Label. Dieses erlaubt gemäss der neuen Swissness-Verordnung nur noch einen Anteil von 20 Prozent an ausländischem Fleisch. Nichts ändern dürfte sich beim Bündnerfleisch. Weil dieses schon länger IGP-zertifiziert ist, ist es von den verschärften Vorschriften nicht betroffen.

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