Lebhafte Hits - spezielle Rhythmen

GANTERSCHWIL. Unter dem Motto «Hitparade» lud die Musikgesellschaft Ganterschwil am Samstag zu ihrem Unterhaltungsabend ein. Zur Eröffnung erklang der Titel der Gruppe Queen, «The Show must go on».

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Die Musikantinnen und Musikanten der Musikgesellschaft Ganterschwil beweisen ihrem Publikum, dass ihre Musik im Abendprogramm zeitlos ist. (Bild: pd)

Die Musikantinnen und Musikanten der Musikgesellschaft Ganterschwil beweisen ihrem Publikum, dass ihre Musik im Abendprogramm zeitlos ist. (Bild: pd)

Dieser Titel dürfte eine Hommage gewesen sein an den vor 24 Jahren verstorbenen grossen Sänger «Freddie Mercury». In der Folge bewiesen die Musikantinnen und Musikanten in ihrem Abendprogramm, dass Musik zeitlos ist.

Jugenderinnerungen wecken

Als der älteste der präsentierten Hits zum ersten Mal erklang, war noch keine oder keiner der Ganterschwiler Musikantinnen und Musikanten auf der Welt: 1939 präsentierte Stefan Jaeggi der Schweizer Bevölkerung den General-Guisan-Marsch.

Ganz im Sinne der damals propagierten geistigen Landesverteidigung, wurde der auch heute noch brillante Marsch zu einem Hit. Am andern Ende der Zeitspanne stehen die Hits der deutschen Schlagersängerin Helene Fischer. Zum Beispiel mit den Titeln «Atemlos» und «Morgen früh küss ich dich wach» brachten die Musikantinnen und Musikanten Schlager-Open-Air-Stimmung in den Saal. Die lebhaft präsentierten Hits von Carlos Santana, insbesondere «Evil Ways» und «Oye como va», weckten in den älteren Zuhörenden zahlreiche Jugenderinnerungen, denn in den 60er- und 70er-Jahren durften diese Titel in keiner Jukebox fehlen. Sehr humorvoll, aber reichlich gewagt verband die MGG den Titel «In the Navy» der Gruppe Village People aus dem Jahre 1978 mit Flottenmanövern der Schweizer Armee und der US-Navy auf dem Bodensee. Die Frage, wie der Flugzeugträger J. F. Kennedy in den Hafen von Rorschach kam, blieb dabei unbeantwortet. Mit dem Hit «Belfast» der Disco-Formation Boney M. wurden die Zuhörenden an den bis heute schwelenden Nordirlandkonflikt erinnert und wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. In «Stone oft the Eighties» liessen die Musikantinnen und Musikanten musikalisch die 80er-Jahre passieren, sie spielten «Thriller» von Michael Jackson, «Eye of the Tiger» der Rockband Survivor und «It's my Life» von Jon Bon Jovi. Im Deep-Purple-Medley mit «Highway Star», «Burn» und «Smoke on the water» sprang die Begeisterung der Musikantinnen und Musikanten rasch auf die Zuhörenden über.

«Smoke on the water» entstand 1971 in Montreux, als sich der Rauch vom Brand des Casinos über das Wasser des Genfersees legte. Im Casino in Montreux wird übrigens kommendes Wochenende der Ganterschwiler Trompeter Samuel Roth am Schweizerischen Brassband-Wettbewerb teilnehmen.

Ruhiges Zwischenspiel

Der Titel «Stand by me» von Ben E. King und Seal gelang zum ruhigen Zwischenspiel vor der stürmischen Böhmischen – der «Borsicka Polka» von Josef Repa. Im Trio brillierten die Trompeten und die Euphonien, indem sie den speziellen Rhythmus dieser Polka sehr gut zum Ausdruck brachten.

Die projizierten Videosequenzen mit Interviews der Musikantinnen und Musikanten zu einzelnen Musikstücken und die Moderation durch den Fähnrich, Albert Kramer, sorgten beim Publikum für zahlreiche Lacher und für einen rundum fröhlichen Abend. (pd)