Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Laura entthront Edelweiss

Nach 2009 fand am vergangenen Samstag wieder die Regionalschau Toggenburg statt. Die Wahl der «Miss Toggenburg» bildete den Höhepunkt dieser Veranstaltung in Wattwil. Jongleur Laura von OK-Präsident Andreas Wittenwiler gewann schliesslich den Titel.
Cecilia Hess-Lombriser
Die Kuh Laura ist neue «Miss Toggenburg» und Andreas Wittenwiler aus Nesslau (im weissen Hemd) der stolze Eigentümer. (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

Die Kuh Laura ist neue «Miss Toggenburg» und Andreas Wittenwiler aus Nesslau (im weissen Hemd) der stolze Eigentümer. (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

WATTWIL. Im Kanton St. Gallen gibt es insgesamt fünf Regionalschauen im Turnus. Nach sieben Jahren fand die siebte Regionalschau wieder im Toggenburg statt. 156 Betriebe nahmen mit 230 Kühen und Rindern teil; dazu kamen 40 Toggenburger Ziegen. «Es ist ein grandioses Bild», schwärmte Sepp Portmann, Schüpfheim, als die Anwärterinnen auf den Miss-Titel im Ring standen. Er und Paul Caduff waren die Ausstellungsexperten in der Markthalle Wattwil.

Der Lohn der Arbeit

«So lange kann man einen Titel tragen», sagte OK-Präsident Andreas Wittenwiler am Schluss der Regionalschau vor vollen Rängen. Er meinte damit Emerald-ET Edelweiss von Hanspeter Brändle, Libingen, die an der Regionalschau von 2009 «Miss Toggenburg» wurde. «Es war ein wunderbarer Tag. Ich bin überwältigt von der Qualität der Tiere im Toggenburg», bilanzierte er am Samstag. Er lobte die Bauern für ihre Arbeit und den Einsatz, der für eine Teilnahme an einer Schau nötig ist. «Die Teilnahme bedeutet einen Tag Arbeit, und wir müssen früher aufstehen und melken», verriet eine Bäuerin zwischendurch. Bis zu zwölf Stunden halten es die Kühe ohne zu melken aus. Ein pralles Euter gibt im Ring etwas her. Es ist der Stolz jeden Züchters, an so einem Tag dabei zu sein. Eine qualitativ gute Kuh bedeutet eine hohe Wirtschaftlichkeit bei guter Gesundheit, und solche Tiere zeigt man gerne einem Publikum, wenn man sonst alleine auf dem Hof arbeitet und sich hohe Ziele setzt.

Grosses Gemeinschaftswerk

Das Publikum kam in Scharen. Draussen vor der Markthalle herrschte Jahrmarktstimmung mit Wurstbude, Softeisstand, Magenbrot und Ballonen. Drinnen lag ein Dunst in der Luft. Die Tische rund um den Sägemehlring waren dicht besetzt, darum herum standen die interessierten Zuschauenden.

An den Seiten hingen die vielen Schellen. Alle teilnehmenden Betriebe erhielten am Schluss eine. Bei jeder Wettbewerbsrunde gab es zusätzliche Preise zu gewinnen.

Der Anlass erfordert viel Unterstützung von Sponsoren und Helfenden. Die Organisation ist eine Herkulesaufgabe. Das OK stellte sich ihr und meisterte sie ausgezeichnet. Die Vorarbeiten waren enorm und der Tag dicht, anstrengend und mit einem permanenten Geräuschpegel. Speaker Reto Grünenfelder von der Fachstelle Rindvieh des Landwirtschaftlichen Zentrums St. Gallen und die Experten mussten lauter sein. Sie lieferten Informationen zu den einzelnen Tieren, und die Experten begründeten ihre Rangierung.

Hohe Qualität

Während die Tiere am Morgen in ihren Abteilungen rangiert wurden, ging es nach dem Mittag um den Sieg in verschiedenen Wettbewerben. Dazwischen durften die Jungzüchter, Mädchen und Knaben, ihr Kalb präsentieren. Traditionsgemäss stellen sie das Tier in Reimen vor, und da hören die Zuschauenden aufmerksamer zu. So geschah es auch am Samstag wieder. Die Kinder waren die Sympathieträger der Schau. Sie verkörpern die Zukunft der Landwirtschaft. Bereits in jungen Jahren ist die Leidenschaft für das Tier erkennbar.

Der Höhepunkt der qualitativ hoch stehenden Regionalschau war die Wahl der «Miss Toggenburg». Laura, die Kuh eines strahlenden Andreas Wittenwiler, Nesslau, machte das Rennen. Big Boy Verzasca von Peter Truniger, Kirchberg, stellte die Vize-Miss, und Blooming Dorina von Andreas Kurath, Libingen, holte den dritten Platz. «Miss OB» (Original Braunvieh) wurde Vento Vanessa von Niklaus Looser, Ulisbach. Hansueli Huser, Neu St. Johann, führte mit Fantastic Peppina-ET den Erstmelk-Champion nach Hause. Rinder-Champion wurde Jan Jinx von Ria Wittenwiler, Nesslau. Den schönsten Euter hatte bei den jüngeren Tieren Hampi Terra von Alfred Forrer, Lichtensteig, und Jolden Calanda von Hansueli Tischhauser, Krummenau, bei den älteren. Winzer Waldi gewann den Schöneuterpreis bei den OB-Kühen. Sie gehört Hansruedi Aemisegger, St.Peterzell. Miss Genetik OB ist Hecker Marietta von Hansueli Looser, Wattwil, und «Miss Genetik Braunvieh» ist Jolden Patrizia von Hansueli Huser, Neu St. Johann. Sie wurde auch Fitness-Star.

«Miss Ziege»

Bruno Hagmann ist der Experte für die Ziegen. Er zeigte sich erfreut darüber, was er an Toggenburger Ziegen sah. 40 Exemplare waren aufgeführt worden. «Eine ist mir bereits am Morgen ins Auge gestochen», sagte er bei der Nominierung der «Miss Ziege». Fünf standen für diesen Wettbewerb im Ring. Die Rassenmerkmale wie die mausgraue Farbe und die langen Haare sind Bewertungskriterien. Eine grosse, lange Geiss punktet mehr, und wenn auch das Fundament, das gut aufgehängte Euter oder die Klauenstruktur stimmen, umso besser.

Zora von Ueli Raymann, Ricken, holte sich den Miss-Titel. Den schönsten Euter bei den jüngeren Ziegen hatte Cilli von Margrit Scherrer, Ebnat-Kappel, und Helen von Andreas Graf, Haslen, bei den älteren.

Die Jungzüchter bekommen für ihre Vorstellung ihrer Kälber in Reimen viel Applaus.

Die Jungzüchter bekommen für ihre Vorstellung ihrer Kälber in Reimen viel Applaus.

Fünf Ziegen im Final um den Miss-Titel. Zora, mit dem Hinterteil zuvorderst, gewann.

Fünf Ziegen im Final um den Miss-Titel. Zora, mit dem Hinterteil zuvorderst, gewann.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.