Lauer Abend, leichte Klänge

NESSLAU. Am Samstag spielte die Formation Wiiberklang zu einen «Konzert im Park» auf. Die vier jungen Volksmusikerinnen stellten ein leichtes Programm zusammen, das zum Sommerabend passte.

Sabine Schmid
Drucken
Teilen
Die junge Formation Wiiberklang mit (von links) Katja Zimmermann, Evelyn Brunner, Stefanie Rutz und Claudia Arpagaus spielte im Park hinter der Nesslauer Kirche moderne und traditionelle Volksmusik. (Bild: Sabine Schmid)

Die junge Formation Wiiberklang mit (von links) Katja Zimmermann, Evelyn Brunner, Stefanie Rutz und Claudia Arpagaus spielte im Park hinter der Nesslauer Kirche moderne und traditionelle Volksmusik. (Bild: Sabine Schmid)

Einmal im Sommer lädt die Evangelische Kirchgemeinde Nesslau zu einem «Konzert im Park». In diesem Jahr haben die Organisatoren vier jungen Frauen die Möglichkeit gegeben, den Ton anzugeben, wie Pfarrer Lothar Schullerus in der Begrüssung ausführte. «Ich habe das Gefühl, dass die Musik genauso klingen wird wie es klingen muss, wenn vier junge Frauen gemeinsam Musik machen», sagte er vor dem Beginn.

Vier Frauen in Männerdomäne

Der Pfarrer und das Publikum wurden nicht enttäuscht. Die vier Frauen stellten ein ansprechendes und anspruchsvoll zu spielendes Programm zusammen, dessen Leichtigkeit zum sonnigen Sommerabend passte. «Wiiberklang» ist eine noch junge Formation. Die Nesslauerin Katja Zimmermann und ihre ehemalige Mitbewohnerin Claudia Arpagaus hätten nach der gemeinsamen Studienzeit herausgefunden, dass sie beide musikalisch in Richtung Volksmusik gehen wollen. «Aber mit Schwyzerörgeli und Flügelhorn ist da nicht viel zu machen», erinnert sich Katja Zimmermann an die Anfänge zurück. Mit der Contrabassistin Evelyn Brunner und der Pianistin Stefanie Rutz hätten sie die ideale Ergänzung gefunden. «Super, alles Wiiber», sei der erste Gedanke von Katja Zimmermann gewesen und dies habe den Ausschlag zum Namen Wiiberklang gegeben. Die vier Musikerinnen verstehen sich auch als Kontrast zur Volksmusik, die eher männerlastig sei, sagte Katja Zimmermann.

Modernes und Traditionelles

Den Beginn machten die vier Volksmusikerinnen mit einem traditionellen Stück aus der Feder von Res Gwerder. Ihm folgten eine Ballade von Dani Häusler und eine Mazurka von Josef Stump. Dieser Komponist schrieb seine Werke, die von der Wiener Musik geprägt waren, Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Kontrast dazu spielte Wiiberklang einen Schottisch von Markus Flückiger, einem Dozenten von Katja Zimmermann an der Musikhochschule in Luzern. Für Gänsehaut beim Publikum sorgten die vier Musikerinnen mit dem Säntiszäuerli. Zuerst gab Evelyn Brunner mit dem Contrabass eine Melodie vor, die von Stefanie Rutz am Klavier aufgenommen wurde. Dann übernahm Claudia Arpagaus mit dem Flügelhorn die Rolle der Vorjodlerin, während die anderen das Gradhebe intonierten. Schliesslich stimmte Katja Zimmermann mit Jodel in das Lied ein. Es folgten weitere moderne und traditionelle Stücke, darunter «Mit em Rex is Tessin» von Hans Frey, dem meistgespielten Volksmusikstück im Radio in den 1960er-Jahren.

Nach zwei Zugaben war das Publikum zufrieden. Es nutzte die Gelegenheit, sich im Park vor der evangelischen Kirche verköstigen zu lassen und noch mit den Musikerinnen zu reden.

Bild: Sabine Schmid

Bild: Sabine Schmid

Bild: Sabine Schmid

Bild: Sabine Schmid

Bild: Sabine Schmid

Bild: Sabine Schmid