Las Vegas im Toggenburg

HEMBERG. Fast die ganze Gemeinde versammelte sich zur Sommer-Chilbi am Samstag auf dem Schulhausplatz und in der Turnhalle, um zu spielen, zu feiern und das schöne Wetter zu geniessen.

Fanny Urech
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Der einarmige Bandit passte optimal zum Motto «Las Vegas».

Der einarmige Bandit passte optimal zum Motto «Las Vegas».

Der Schulhausplatz hatte sich kurzum in einen Rummelplatz verwandelt mit Festbänken, Würsten vom Grill, einem Karussell, einer Hüpfburg, vielen lustigen Spielen und unterhaltenden Programmpunkten für gross und klein.

Die Sonne gab ihr Bestes, um dem Namen der Hemberger Chilbi gerecht zu werden, obwohl der Sommer schon fast vorbei ist. «Auch ich musste ein paar Nächte darüber schlafen, ehe ich mich mit dem Namen anfreunden konnte», gestand die Organisatorin Andrea Raschle lachend. Früher im Sommer konnte die Chilbi aber auf Grund des Bergrennens nicht stattfinden.

Kinderspiele und Barbetrieb

Der Startschuss fiel bereits um 14 Uhr. Comedy Jongleur Kaspar Tribelhorn unterhielt die Gäste mit seiner Aufführung. Anschliessend startete der Kindernachmittag. Jeder der rund 100 kleinen Gäste erhielt einen Coupon mit sechs leeren Feldern. Mit diesem Coupon konnten die Kinder nun von Spielposten zu Spielposten, um Punkte zu sammeln. Passend zum ausgewählten Motto «Las Vegas» hatte das OK-Team um Andrea Raschle herum viele verrückte Spiele vorbereitet. Vom altbekannten Dosenwerfen, dem Glücksrad und dem Würfeln über einen Flipperkasten und eine Zielscheibe, die mit Pfeilen beworfen werden musste, bis hin zum Pferde-Fangen, die sich zwischen den Kakteen versteckten, und einem selbstgebauten Einarmigen Banditen. «Die Spiele haben wir zum Teil im Estrich wieder gefunden, aber viele davon wurden für diesen Anlass gebastelt, wie zum Beispiel der Einarmige Bandit», erzählt Andrea Raschle.

Bei jedem Spiel konnten Punkte gesammelt werden, welche am Ende zusammengezählt wurden. Die erreichten Punkte wurden in der Spielbank in Form von Pokerchips ausbezahlt, welche in verschiedene attraktive Preise umgetauscht werden konnten. Kaum waren die Spiele beendet, hatte auch schon die Jugendmusik St. Peterzell ihren Auftritt. Im Rahmen des Abendprogramms, welches eher für die Erwachsenen ausgerichtet war, folgten die bekannten «Hügler-Buebe» um acht Uhr. Die Turnhalle, in der ein Teil der Spiele stattgefunden hatte, wurde nun zum Festraum für die Eltern. Passend zum Motto gab es dann auch eine Bar, Karaoke, einen DJ und verschiedene Spieltische. Die Spiele für die Kinder wurden aber absichtlich noch nicht weggeräumt. «Auch viele Erwachsene hier sind innerlich noch manchmal Kinder und finden ebenfalls Gefallen an diesen Spielen, das führt immer zu lustigen Momenten», erklärt Andrea Raschle lachend.

Glückliche Besucher als Lohn

Die Sommer-Chilbi wurde bereits zum viertenmal in dieser Form durchgeführt. Aus elf verschiedenen Vereinen wurden jeweils drei bis vier Helfer zur Verfügung gestellt, was bedeutet. dass rund 40 Helfer an der Organisation und der Durchführung der kleinen Chilbi beteiligt waren. Mit den Besucherzahlen ist Andrea Raschle zufrieden. «Aber man wünscht sich natürlich immer mehr Besucher, schliesslich sind unsere glücklichen Gäste so etwas wie der Lohn für unsere Arbeit», sagt die Organisatorin. Im nächsten Jahr will sie den Anlass wieder durchführen, wenn irgendwie möglich. Geplant wurde allerdings noch nichts, denn wie Andrea Raschle sagt: «Zuerst muss man das Hier und Jetzt geniessen.»

Die Sommer-Chilbi bot Spiele für Gross und Klein auf dem Pausenplatz und auch in der Turnhalle. (Bilder: Fanny Urech)

Die Sommer-Chilbi bot Spiele für Gross und Klein auf dem Pausenplatz und auch in der Turnhalle. (Bilder: Fanny Urech)