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Quietschen die neuen Züge der Appenzeller Bahnen zu laut? Lärmmessungen sollen Klarheit bringen

Um zu wissen, wie laut das Quietschen der Züge der Appenzeller Bahnen ist, hat die Gemeinde Teufen ein Fachbüro beauftragt. Dieses beginnt jetzt mit den Messungen.
Astrid Zysset
Wegen des Quietschens der Züge in den Kurven gingen bei der Gemeinde schon zahlreiche Meldungen ein. (Bild: Ralph Ribi (6. Oktober 2018))

Wegen des Quietschens der Züge in den Kurven gingen bei der Gemeinde schon zahlreiche Meldungen ein. (Bild: Ralph Ribi (6. Oktober 2018))

Zwei Lärmmessungen sind angesetzt: Eine soll schnellstmöglich erfolgen, wenn es draussen nasskalt ist. Die andere folgt wohl erst im nächsten Jahr bei trockener Witterung. Die beiden gewonnenen Werte geben einen Überblick, wie laut das Quietschen der Züge der Appenzeller Bahnen (AB) genau ist.

«Wir haben viele Anfragen seitens der Bevölkerung erhalten, ob die Lärmschutzverordnung tatsächlich eingehalten wird», so Markus Peter, Leiter Kanzleidienste. Für die Gemeinde wurde es darum eine Angelegenheit des öffentlichen Interesses. Sie trägt eigentlich nur die allgemeine Verantwortung zu Lärmschutzfragen, aber nicht bezüglich denjenigen zur Bahn. Dennoch war sie es, welche die Lärmmessung durch ein Fachbüro aus dem Rheintal in Auftrag gegeben hat. «Wir können die Anfragen nicht einfach an das Bundesamt für Verkehr verweisen. Damit würden wir es uns zu einfach machen.»

Die Lärmmessungen werden an drei Orten durchgeführt. Diese befinden sich vorwiegend in Kurvenbereichen: Zwei sind in Teufen, einer in Niederteufen. Man stehe mit den betreffenden Grundeigentümern in Kontakt, heisst es seitens der Gemeinde weiter.

Lärm alleine ist nicht ausschlaggebend

Ob die Emissionsgrenzwerte tatsächlich eingehalten werden, lässt sich schwierig abschätzen. Die Lautstärke des Lärms alleine ist nicht ausschlaggebend, sondern auch die Häufigkeit. Die sogenannte Pegelkorrektur dürfte im Falle der quietschenden Züge relativ hoch ausfallen. Die Züge fahren ja nur wenige Male pro Stunde.

Wenn die Grenzwerte eingehalten werden, wird die Bevölkerung im Anschluss informiert. Liegt die gemessene Lautstärke über den Grenzwerten, sind die genauen Massnahmen, welche die Gemeinde ergreifen will, noch nicht definiert. So oder so werden die Resultate jedoch an das Bundesamt für Verkehr (BAV) weitergeleitet, welches zuständig ist für die Lärmschutzverordnung bei Eisenbahnanlagen. Dort sind bislang keine Beschwerden zum Quietschen eingegangen, wie es seitens des Amtes auf Anfrage hin heisst.

Die Messungen werden in Absprache mit dem BAV und den AB durchgeführt. Letztere arbeiten daran, das Problem der quietschenden Züge zu beheben. Wie die AB in einer Medienmitteilung bereits Ende November geschrieben haben, wollen sie «mit gezielter Konditionierung der Schienen, was unter anderem die Instruktion des Personals bedingt, die Problematik beheben». Die AB sind im Sinne des sogenannten Vorsorgeprinzips verpflichtet, alle Massnahmen, die technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar sind, umzusetzen, um unnötige Lärmemissionen zu vermeiden.

Seit Anfang Oktober verkehren die neuen Tangozüge der AB durchgehend von Appenzell über Gais-Bühler-Teufen nach St.Gallen. In den engen Kurven und teilweise auch im Strassenbahnabschnitt entsteht seitdem zwischen Rad und Schiene das lärmintensive Quietschen, das Anwohnende nervt.

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