Lapislazuli – der Königliche

Der Lapislazuli entwickelt sich unter sehr hohem Druck aus Kalkstein. Es ist eine Art Marmor und erweckt mit seiner dunkelblauen Farbe und den vereinzelten Goldsprenkeln den Eindruck, wertvoll und von grosser Kraft zu sein.

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Der dunkelblaue Stein mit Goldsprenkeln beeindruckt bereits mit seiner edlen Erscheinung. Es ist ein königlicher Stein. Königsblau symbolisiert und vermittelt Autorität. Oft eine weltliche, manchmal aber auch eine innere Stärke, welche direkt aus göttlichen Urkräften schöpft. So wird etwa Maria oft in einem königsblauen Umhang dargestellt. Der Lapislazuli ist eine Art Marmor, der sich durch eine Umwandlung unter sehr hohem Druck aus Kalkgestein entwickelt. Wenn während dieser Metamorphose genügend Eisen vorhanden ist, bilden sich die typischen goldglänzenden Pyriteinschlüsse. Das tiefe intensive Blau sieht aus wie der nächtliche Himmel mit funkelnden Sternen.

Visionen und Weisheit

Ein Abbild des Himmels in den Händen zu halten, ist fast so, wie einen direkten Draht zum Himmel zu haben. Qualitäten wie Frieden, Weisheit, Liebe aber auch Schutz, Geborgenheit und Führung gehören zu den «himmlischen Eigenschaften». Aufgrund seiner Farbe wird der Lapislazuli dem Stirn-Chakra zugeordnet. Es wird auch das dritte Auge genannt und ist der Sitz der Inspiration und der Wahrnehmung. Durch diese Pforte kommen Geistesblitze, Visionen und plötzliche Eingebungen.

Beruhigung und Verlangsamung

Auf der Körperebene führt der Lapislazuli zu einer tieferen Atmung. Er hilft, den Blutdruck zu senken, wirkt krampflösend, beruhigend und lindert Kopfschmerzen. Bei Nervenschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen kann der Stein ebenfalls helfen. Hautausschläge und Ekzeme klingen rascher ab. Zudem wirkt er kühlend bei Sonnenbrand und entgiftend bei Insektenstichen. Auch Beschwerden im Bereich von Hals, Kehlkopf und Stimmbändern können mit Lapislazuli angegangen werden.

Der Prüfungsstein

In der Meditation hilft der Stein, sich zu zentrieren und in eine tiefe innere Ruhe und Konzentration zu kommen. Eine gute Konzentration, Gelassenheit und inspirierte Eingebungen sind natürlich auch wunderbare Helfer in der Schule, um eine Rede zu halten und in Prüfungssituationen.

Im Altertum galt der Lapislazuli als Stein der Herrscher. Auch als Stein der Freundschaft, Kontaktfreudigkeit und Kommunikation hat er eine lange Tradition. Er vermittelt Weisheit, Ehrlichkeit und Wahrheit und fördert Selbstbewusstsein und Würde.

Der Krisenbegleiter

Michael Gienger stellt in seinem Buch die These auf, dass der Entstehungsprozess, den ein Stein durchläuft, Parallelen hat zu menschlichen Lebensaufgaben und der Stein entsprechende Entwicklungen unterstützt. Die Umwandlung, welche das Gestein durchmacht, um zu Lapislazuli zu werden ist vergleichbar mit einem persönlichen Wandel. Unter dem Druck der Umstände oder der inneren Bedürfnisse müssen sich Wertvorstellungen, Denkmuster und das konkrete Verhalten verändern. Wenn wir den Lapislazuli als Vorbild nehmen, wird etwas Wertvolleres entstehen: ein Edelstein von intensivster Farbe und von einer Härte, die sich zu bearbeiten lohnt. Mit den Worten von Gienger: «Metamorphite regen den inneren Umwandlungsprozess an: Sie fördern die kritische Selbst-Reflexion und helfen uns, zu erkennen und zu verstehen, was keinen Bestand in unserem Leben hat und was wir beenden müssen, weil es uns unzufrieden macht.»

Für die Steinpflege empfiehlt sich wegen des hohen Eisenanteils eine trockene Entladung, am besten in Hämatitgranulat, wo er über Nacht eingelegt wird. Zum Aufladen wird er höchstens kurz an die Sonne oder einige Stunden in Bergkristallgranulat, besser noch auf eine Spitzengruppe gelegt.

Kathrin Löw, Herisau

Geschäftsführerin kaleidos

Fachgeschäft für Düfte, Steine,

Bücher, Klang

www.kaleidos-online.com