Langlauf-Crack «eicht» Loipe Starkenmühle

Interessierte hatten am Samstag Gelegenheit, mit Remo Fischer, erfolgreiches Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft im Langlauf und damit Kollege von Dario Cologna, im Zentrum Gais Skating zu trainieren und von Tips zu profitieren. Künftig haben sie auch Vergleichswerte.

Hanspeter Strebel
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GAIS. Besser hätten Witterung und Schneebedingungen am Samstag nicht sein können, als die Verantwortlichen des Appenzellischen Langlaufzentrums Gais im Rahmen der bisher nicht immer von Glück begünstigten Aktivitäten zum 40-Jahr-Jubiläum des Vereins zu einem öffentlichen Training für bereits ziemlich erfahrene Skater mit dem Spitzensportler Remo Fischer einluden.

Der Kontakt konnte über den Appenzeller Andrej Neff hergestellt werden, der als Wachsexperte die Langlauf-Nationalmannschaft begleitet und persönlich für einen möglichst schnellen Ski von Remo Fischer verantwortlich ist. Dieser hatte unlängst an der Tour des Ski mit einem Spitzenrang in der mit 29 Prozent Steigung steilsten Etappe brilliert. Der in Magglingen wohnhafte Sportprofi kennt Gais. Er war hier bereits einmal gestartet, und die Grossmutter seiner Freundin, der gebürtigen Rehetoblerin Karin Sonderegger, lebte bis zu ihrem Tod in Gais. Ausserdem passte der Event in die Terminplanung, war doch Fischer auf dem Weg zu einem dreiwöchigen Höhentraining im Gebiet Jakobshorn.

Eine stattliche Zahl Lernbegieriger und Neugieriger hatte sich in der Starkenmühle zu dieser Trainingseinheit mit dem umgänglichen und bescheiden auftretenden Spitzensportler eingefunden und versuchte mehr oder weniger vergeblich, nicht sofort abreissen zu lassen, wenn dieser mit scheinbar völliger Leichtigkeit über die Loipe schwebte, aber auch immer wieder innehielt, um seine Erfahrungen bei geeigneten Geländepunkten weiterzugeben.

Zeiten pulverisiert

Im zweiten Teil ging Remo Fischer auf Wunsch der Organisatoren die Normalstrecke von der Sturmbeiz über Hackbüel, Zwislen bis zum Wendepunkt beim Schiessstand Mischrüti im Renntempo an, ebenfalls die beiden Nachloipen. Damit haben künftige Hobbylangläufer einen Vergleichswert ihres Leistungsstandes. Für die Rundstrecke brauchte Fischer weniger als 21 Minuten. Er hat damit gemäss Vereinspräsident Markus Buschor bisher gemessene Zeiten «pulverisiert».

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