Langes Warten beim St. Nikolaus

Der goldene Herbst lässt sich vom Winter noch lange nicht aufs Abstellgleis verfrachten. Auch in Mosnang nicht, das am Sonntag beim Chlausmarkt einen gewaltigen Besucheraufmarsch verzeichnen durfte.

Beat Lanzendorfer
Merken
Drucken
Teilen

MOSNANG. Ein Grossteil der Menschen, die in tieferen Lagen wohnen und mit Nebel eingehüllt waren, entschieden sich zum Besuch des Chlausmarktes. Zumindest erweckte dies den Eindruck, denn die Autos waren Richtung Bütschwil schon weit vor der Ortseingangstafel parkiert. An den Autonummern war unschwer zu erkennen, dass auch Zürcher und Thurgauer Sehnsucht nach Sonne und frühlingshaften Temperaturen hatten. Die Einheimischen selber waren ebenfalls fast ohne Ausnahme auf der Strasse. Daraufhin bildeten sich vor den Verpflegungsständen lange Schlangen. Gleiches in der Dorfmitte vor der katholischen Kirche. Hier empfing St. Nikolaus die Kinder. Es brauchte Geduld, bis die Kleinen ihr Sprüchlein vortragen durften. Es dauert wohl noch gut zehn Tage, bis seine eigentliche Arbeit anfängt, gestern bekam er aber bereits einen Vorgeschmack, was auf ihn zukommt. Lauschte man heimlich den Gesprächen, wähnten sich viele Besucher am Frühlings- statt am Chlausmarkt. Mit den angenehmen Temperaturen war es dann aber kurz nach 14 Uhr vorbei. Nun hüllte der Nebel das Dorf ein und es wurde spürbar kälter. Glühwein, Tee oder Kaffee war jetzt heiss begehrt. Und weil nun definitiv so etwas wie Adventsstimmung den Markt prägte, dürften auch die auf ihre Kosten gekommen sein, die daran erinnerten, dass in einem Monat Weihnachten ist und die Zeit noch schöner mit Adventskränzen, Kerzen oder Guezli wird.