Langenegger löscht Brände

Dieser Tage wird ein Film für das 175-Jahr-Jubiläum der Ausserrhoder Assekuranz im 2016 gedreht. Schauspieler Philipp Langenegger aus Urnäsch schlüpft dazu in mehrere Rollen. Die Herisauer Musikerin Maya Stieger muss gerettet werden.

Roger Fuchs
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Philipp Langenegger alias Oberst Zellweger marschiert zielstrebig vorneweg zum Brandobjekt. Wie vor hundert Jahren kommen die Feuerwehrleute arg ins Schwitzen. (Bilder: Nicoletta Hermann)

Philipp Langenegger alias Oberst Zellweger marschiert zielstrebig vorneweg zum Brandobjekt. Wie vor hundert Jahren kommen die Feuerwehrleute arg ins Schwitzen. (Bilder: Nicoletta Hermann)

AUSSERRHODEN. Im Hinblick auf das 175-Jahr-Jubiläum kooperiert die Ausserrhoder Assekuranz mit Schauspieler Philipp Langenegger. Er war es denn auch, der die Idee hatte, einen Film zu drehen. Kurzerhand hat er dazu einen Regisseur aus Köln engagiert, mit dem er schon mehrmals zusammenarbeitete. In den vergangenen drei Tagen wurde in Urnäsch, Gais, Bühler und Teufen gedreht. Mit von der Partie waren auch Hackbrettbauer Werner Alder, Musikerin Maya Stieger sowie zehn Angehörige der regionalen Stützpunkt-Feuerwehr Teufen-Bühler-Gais.

Gezeigt wird im Film, der ein unterhaltsamer mehrminütiger Streifen werden soll, wie sich die heutige Feuerwehrarbeit von jener vor hundert Jahren unterscheidet. Philipp Langenegger schlüpft dazu in drei Rollen. In der «alten Feuerwehr» spielt er Oberst Zellweger, in der «neuen Feuerwehr» Hauptmann Frick. Ausserdem übernimmt er die Rolle des Moderators.

Zum Brandplatz gerannt

Wie Langenegger erzählt, streiten sich im Film Oberst Zellweger und Hauptmann Frick darüber, zu welcher Zeit die Feuerwehr denn nun besser war. Der Moderator führt durch den Film und wird am Schluss auch zwischen Zellweger und Frick schlichten. Letztlich wird es aber nicht bei den Dialogen bleiben. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden hautnah die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr von einst und heute miterleben. Gemäss Walter Hasenfratz, Präsident des Appenzellischen Feuerwehrverbandes, wurde in einer ersten Szene nachgestellt, wie unterschiedlich ausgerückt wird. Während heutzutage nach Eingang des Alarms die ersten Feuerwehrautos losbrausen, wurde vor hundert Jahren mittels Hörnli zur Besammlung beim Depot gerufen. Zu Fuss mit Leiterliwagen, Kesseln und Handpumpen rannten die Feuerwehrleute dann zum Brandplatz. Dort musste erst einmal in Bächen oder Brunnen Wasser geholt werden. Völlig anders ist inzwischen auch die Personenrettung. Atemschutzmasken gab es früher keine. Zudem stehen heute Autodrehleitern zur Verfügung, vor hundert Jahren mussten unter Beizug vieler Männer Strebenleitern aufgestellt werden. Über eine solche Leiter retten die Männer im Film denn auch Musikerin Maya Stieger aus einem brennenden Haus. Filmtrick sei dank. Oberst Zellweger alias Philipp Langenegger erteilt Befehle – wie anno dazumal streng militärisch. Adjutant Frehner, gespielt von Werner Alder, steht ihm zur Seite.

Direktor lässt sich überraschen

Zu sehen gibt es den Feuerwehrstreifen nächstes Jahr in allen Ausserrhoder Gemeinden. Denn: Langenegger, Alder und Stieger werden in jeder Gemeinde einen Abend mit Geschichten zum Thema Feuer gestalten. Dabei soll auch der neue Film gezeigt werden. Selbst Ernst Bischofberger, Direktor der Assekuranz AR, lässt sich überraschen. Er habe Philipp Langenegger im Rahmen des Budgets freie Hand gewährt.

Maya Stieger, Werner Alder, Philipp Langenegger – hier bei einer Szene für den Trailer des Films. (Bild: Nicoletta Hermann)

Maya Stieger, Werner Alder, Philipp Langenegger – hier bei einer Szene für den Trailer des Films. (Bild: Nicoletta Hermann)