LANDAMMANN: Signer folgt auf Weishaupt

Das Stimmvolk hat den Herisauer Paul Signer zum neuen Landammann gewählt.

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«Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.» So pflegt der Volksmund zu erklären, wenn eine Sache anders eintritt als ursprünglich erwartet. So geschehen bei den Landammannwahlen. Obwohl Paul Signer von seiner Partei gegen seinen Willen zum Kandidaten nominiert wurde, macht dieser letztlich das Rennen. Er hätte zwar einen Sieg erwartet, sagte Paul Signer gestern nach Bekanntwerden des Resultats. «Nicht aber in dieser Deutlichkeit», so Signer weiter. Obwohl er anfangs nicht als Landammann habe kandidieren wollen, freue er sich jetzt über das Ergebnis. Es sei ein Vertrauensbeweis von Volk, so der künftige Landammann.

Zu den ersten Gratulanten zählte Gegenkandidat Köbi Frei. Dieser nahm die Niederlage sportlich und gab zu Protokoll, dass er mit dieser Niederlage gerechnet habe. Die ganze Geschichte rund um den Spitalverbund sei aber eine zu grosse Hypothek gewesen.

Nur eine Gemeinde für Köbi Frei

Paul Signer setzte sich in 19 von 20 Gemeinden gegen Köbi Frei durch. Lediglich Lutzenberg sprach sich für Frei aus. Das Resultat fiel dann auch entsprechend deutlich aus. Fast doppelt so viele Stimmen gingen an Signer. Mit Paul Signer geht das Amt des Landammanns wieder in die Hände der FDP über. Dazwischen stellten die SP mit Matthias Weishaupt und die SVP mit Hans Diem das Ausserrhoder Regierungsoberhaupt. Letzte Frau im Landammannamt war zuvor die scheidende Regierungsrätin Marianne Koller-Bohl. (bei)