Lagerstimmung auf dem Dorfplatz

SPEICHER. Am Wochenende beteiligten sich Pfadi und Jubla gemeinsam an der Aktion 72 Stunden. Ihr Ziel war es, von Donnerstag- bis Sonntagabend ganz Speicher zu bekochen und das gesammelte Geld einem Hilfswerk zur Verfügung zu stellen.

Patrik Kobler
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72 Stunden im Freien: Florian Auer stand mit der Pfadi und Jubla Speicher im Einsatz. (Bild: pk)

72 Stunden im Freien: Florian Auer stand mit der Pfadi und Jubla Speicher im Einsatz. (Bild: pk)

Die anvisierten 4500 Essen haben die ehrgeizigen Jugendlichen zwar nicht erreicht. «Dafür hatten wir eine Menge Spass, und ein schöner Spendenbetrag ist trotzdem zusammengekommen», sagt Florian Auer.

Alle fünf Jahre

Florian Auer ist einer von 20 Leitern sowie 38 Kindern, die sich in Speicher an der Aktion beteiligten. Schweizweit nahmen sogar zwischen 25 000 und 30 000 Kinder und Jugendliche teil. Der Anlass wurde bereits 2005 und 2010 durchgeführt. Innerhalb von genau 72 Stunden setzten Jugendgruppen jeweils gemeinnützige und innovative Projekte um. Auer findet die Aktion cool. «Wir konnten uns wieder einmal der Dorfbevölkerung präsentieren und waren praktisch drei Tage lang ununterbrochen im Freien.» Als Nachtlager stand ihnen die Zivilschutzanlage im Schulhaus Buchen zur Verfügung.

Regierungsrat Alfred Stricker unterstützt «die gute Sache». Der Ausserrhoder Bildungsdirektor war am Donnerstagabend in Speicher bei der Herausgabe der ersten Mahlzeit dabei. «Selbsttragende Projekte, die von Jugendlichen und Kindern weitgehend in eigener Regie durchgeführt werden, verdienen auch ab und zu eine positive Würdigung durch die Politik», sagt Stricker. Er liess es sich auch nicht nehmen, als erster das über dem offenen Feuer und in dampfenden Kesseln gekochte Mah-Meh zu probieren.

Schulfrei erhalten

Freilich gab es nicht drei Tage lang dasselbe Gericht. Auf dem Menuplan standen auch Spaghetti, Rösti und Kürbissuppe. Für Kundschaft sorgten die Kinder, die in Speicher unterwegs waren und die Leute auf den Dorfplatz lockten. Am Freitag hatten die an der Aktion beteiligten Kinder schulfrei erhalten. Das freut Florian Auer ebenso wie der Brief von Gemeindepräsident Peter Langenauer, mit dem er sich bei Pfadi und Jubla für ihr Engagement bedankte.