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Lädelisterben? Kein Thema!

Andy Lehmann
Ein seltener Anblick in Teufen. (Bild: Andy Lehmann)

Ein seltener Anblick in Teufen. (Bild: Andy Lehmann)

Appenzellerland Während in Herisau demnächst weitere Läden schliessen, zeigt der Blick über die Gemeindegrenzen ­hinaus, dass das Lädelisterben andernorts kaum vorhanden ist oder nur eine untergeordnete Rolle spielt.

«Es ist schade, wenn Geschäfte aufgegeben werden und die Ladenflächen leerstehen», sagt Oliver Hörler, Teufner Gewerbevereinspräsident. Es sei wichtig, dass eine Grundvielfalt im Dorf vorhanden sei und so das Einkaufen attraktiv bleibe. Er glaube auch, dass der Trend von Grosseinkaufszentren langfristig keinen Bestand haben werde, so Hörler. Auch der Gemeinde­präsident Reto Altherr sagt: «Das Lädelisterben ist im Moment kaum Thema im Mittelländer Hauptort. Viel mehr beschäftige die neue Ortsdurchfahrt die Bevölkerung. Für die Bauzeit wird es für die Ladenbesitzer sicher nicht einfach, aber man wird sich gemeinsam arrangieren.

In Heiden hat seit zwei Jahren kein Laden mehr geschlossen. Dies sei auf den starken Verein des Detailhandels zurückzuführen. Verschiedene Aktionen im Dorf und die gute Organisation des Vereins sorgten dafür, dass der Standort Heiden attraktiv bleibe, sagt Gallus Pfister Gemeindepräsident. Er ist auch überzeugt, dass sich die Zen­trumsentwicklung nachhaltig positiv auf den Detailhandel auswirkt. Derselben Meinung ist Rolf Breu, Präsident des Handwerker- und Gewerbevereins Heiden. «Im Allgemeinen hat ein Umdenken bei der Bevölkerung stattgefunden. Es ist wichtig, die örtlichen Detaillisten und das Gewerbe zu unterstützen.»

In Appenzell schliesslich ist Lädelisterben ebenfalls ein Fremdwort. Einerseits ist der Tourismus mitverantwortlich, andererseits kann man in Appenzell alles kaufen. «Ein intakter Branchenmix und treue Stammkundschaft sorgen für gute Einnahmen der Ladenbesitzer. Zudem ist der Verband Detailhandel Appenzell, welchem fast alle Detaillisten angeschlossen sind, gut sehr aktiv, sagt deren Präsident Milo Goldener. Für die Zukunft hat er keine Bedenken, was den Standort Appenzell anbelangt. Man müsse sich aber immer aktiv bewegen und anpassen. Das Lädelisterben andernorts habe unter anderem mit den überhöhten Mietzinsen zu tun. Diese seien fünf Jahre mit der ­nötigen Anpassung im Verzug.

Andy Lehmann

andreas.lehmann

@appenzellerzeitung.ch

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