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Marcel Kuster triumphiert am Obedschwinget

Am Samstag duellierten sich die Appenzeller am Herisauer Obedschwinget. Während die Jungschwinger am Tag für spannende Wettkämpfe sorgten, avancierte das Fest der Aktiven zu einem weitgehend internen Trainingswettkampf.
Thomas Mock
Patrick Schmid aus Eggerstanden musste gegen Marcel Kuster als Verlierer vom Platz. (Bild: Lorenz Reifler)

Patrick Schmid aus Eggerstanden musste gegen Marcel Kuster als Verlierer vom Platz. (Bild: Lorenz Reifler)

Noch an Auffahrt waren die beiden Appenzeller Marcel Kuster und Martin Roth zusammen am Baselstädter Kantonalschwingfest angetreten. Im Gegensatz dazu trafen sie am Herisauer Obedschwinget bereits im ersten Gang aufeinander. Die gute Kenntnis des Gegners war wohl weder für den einen noch anderen Schwinger förderlich, entsprechend neutralisierten sich die beiden Appenzeller und der Gang endete gestellt. Im Anschluss waren aber sowohl Kuster als auch Roth die nominell stärksten Schwinger auf dem Platz und schienen von ihrem Ernstkampf an Auffahrt bereits wieder bestens erholt. Beide Appenzeller vermochten alle ihnen zugeteilten Gegner in die Schranken zu weisen und als wenig erstaunliche Schlussfolgerung standen sich die beiden Appenzeller wiederum im Schlussgang gegenüber. In diesem Duell behielt der Eidgenosse Marcel Kuster das bessere Ende für sich, während Roth am Ende den zweiten Schlussrang belegte.

Nur wenige Gästeschwinger

Das Obedschwinget war auch abgesehen von den beiden Schlussgangteilnehmer fest in Appenzeller Hand. Von den 62 angetretenen Schwinger waren gerade mal zwölf Gästeschwinger im Teilnehmerfeld vorzufinden. Von diesen konnten sich deren drei die Auszeichnung erkämpfen. Entsprechend verblieben auch die restlichen Gänge einem mehrheitlich internen Trainingswettkampf. Auf dem dritten Rang vermochten die beiden Innerrhoder Patrick Schmid und Reto Koch zu überzeugen. Gemeinsam blieb ihnen allerdings die Niederlage gegen Marcel Kuster. Auf den weiteren Rängen folgten unter anderem mit Thomas Kuster, Matthias und Markus Schläpfer, Werner Keller und Sepp Fuster die weiteren Appenzeller. Werner Keller rangierte hierbei als bester Nichtkranzer und mit vier Siegen auf dem fünften Schlussrang. Der Berner Oberländer Hansueli Schütz verblieb indes als bester Gästeschwinger auf dem achten Schlussrang.

Kategoriensiege für Hinrichs, Mock und Höhener

Während des Tages duellierten sich bereits die Jungschwinger. In drei von insgesamt vier Kategorien konnten die Appenzeller den Sieg in den eigenen Reihen behalten. In der ältesten Kategorie 04/05 zog der Gaiser Silvio Hinrichs das Programm vollends zu seinen Gunsten durch und siegte mit sechs Siegen. In der Kategorie 06/07 profitierte der Gontner Ramon Mock vom gestellten Schlussgang zwischen dem Schwellbrunner Mathias Jäger und dem Wattwiler David Kaiser. Der Waldstätter Philipp Müller musste in der Endausmarchung der Kategorie 08/09 zwar das bessere Ende seinem Gegner überlassen, dennoch reichte es ihm aber zum wohlverdienten Ehrenplatz. In der jüngsten Kategorie 10/11 war es in einem reinen Appenzeller Schlussgang an Philipp Höhener, das bessere Ende für sich zu behalten. Für seinen Klubkollegen und Schlussgangverlierer Kevin Sutter reichte es für den dritten Schlussrang.

Das ORF filmte in Herisau

Ebenfalls für Aufmerksamkeit sorgte die Anwesenheit des österreichischen Fernsehens. Im Hinblick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug wurde dem österreichischen Volk der Schweizer Nationalsport vorgestellt. Hierbei kam das Team unter der Leitung der österreichischen Schweiz-Korrespondentin Raphaela Stefandl in den Genuss spannender Zweikämpfe, wobei unter anderem auch der sportliche Leiter Kuno Sutter Red und Antwort stand.

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