Kusi, Fass, Fässi – oder einfach Markus

Pfarrer Markus Fässler und Redaktor Markus Fässler haben in der Schulzeit die gleichen Spitznamen verpasst bekommen. Der eine wehrte sich bereits früh dagegen, den anderen stören sie nicht.

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Pfarrer Markus Fässler

Pfarrer Markus Fässler

Herr Fässler, Herr Fässler, machen alle Menschen, denen Sie begegnen, bei Ihrem Namen sofort den Link ins Appenzellerland?

Pfarrer Fässler: Einige ja, andere erstaunlicherweise in die Innerschweiz, wo das Geschlecht auch beheimatet ist. Wenn sie den Link ins Appenzellerland machen, dann immer nach Appenzell selbst und nicht ins ausserrhodische Rehetobel.

Redaktor Fässler: Hier in der Region passiert das natürlich sehr häufig. Aber auch ausserhalb der Ostschweiz werde ich oft darauf angesprochen.

Wie oft werden Sie verwechselt?

Pfarrer Fässler: Ich habe doch einige Doppelgänger, mit denen man mich verwechselt, aber eher wegen des ähnlichen Aussehens. Nicht selten werde ich sogar mit meinem Pfarrkollegen in Höngg verwechselt. Da der Name Fässler im Raum Zürich auch heute selten ist, werde ich bei der Namensnennung schnell gefragt, ob ich mit diesem oder jenem Fässler verwandt sei. Man hat mich gedanklich auch schon mit einer anderen Frau Fässler verheiratet gesehen, was man ja bestimmt bei Keller und Müller nie machen würde.

Redaktor Fässler: Verwechselt werde ich höchstens wegen des Nachnamens und dann einer falschen Familie in Appenzell zugeordnet. Beispielsweise zur BMW Garage von Sepp Fässler – ich fahre aber immer noch einen Saab mit Jahrgang 98.

Wie lautet Ihr Spitzname?

Pfarrer Fässler: Schon in der Schulzeit habe ich mich gegen abgekürzte Versionen meines Vor- und Nachnamens gewehrt. Kusi wie auch Fässi fand ich nicht respektvoll. Darum sagen mir alle Leute den wirklichen Namen.

Redaktor Fässler: Da gibt es einige: Kusi, Fass, Fässi. Die meisten meiner Kollegen nennen mich aber einfach Fässler, nur meine Familie sagt mir Markus.

Kessler, Hässler, aber auch Strässler: Kommt Ihnen das bekannt vor?

Pfarrer Fässler: Ja, natürlich vom Telefon. Und wenn es für das Gegenüber bleibend schwierig ist, den Namen zu verstehen, und er ihn auch noch notieren muss, biete ich ihm zur Sicherheit eine Eselsbrücke an: «Denken Sie an ein Fass und schreiben Sie es mit Umlaut!»

Redaktor Fässler: Zum Glück ist das kein Telefoninterview, sonst würden Sie sicher durchs Band einen der obengenannten Namen bei mir hinschreiben.

Würden Sie lieber einen anderen Vornamen als Markus haben?

Pfarrer Fässler: Nein, ich bin damit zufrieden.

Redaktor Fässler: Nein, ich habe mich daran gewöhnt.

Gibt es einen Markus, den Sie bewundern?

Pfarrer Fässler: Den Evangelisten Markus, der seine Jesus-Geschichten in knapper und spannender Erzählform niedergeschrieben hat.

Redaktor Fässler: Da fällt mir nur gerade von früher Markus Babbel ein, der damals beim FC Bayern München Fussball gespielt hat.

Interview: mf

Redaktor Markus Fässler (Bild: mab)

Redaktor Markus Fässler (Bild: mab)