Kurz, griffig und bekannt: «Nesslau»

Die Gemeinderäte von Nesslau-Krummenau und Stein informieren über den Stand der Fusionsvorbereitungen und die ersten Beschlüsse zum neuen Gemeindenamen «Nesslau», zum Wappen und zur Wichtigkeit der Steiner Viehschau.

Drucken
Teilen

Nesslau-Krummenau/Stein. Mit grosser Mehrheit haben die Stimmberechtigten beider Gemeinden an der Grundsatzabstimmung vom 30. November 2008 den Gemeinderäten den Auftrag erteilt, ein Vereinigungsverfahren einzuleiten. Im Herbst 2011 wird der Fusionsvertrag an der Urne zur Abstimmung kommen. Ziel ist es, am 1. Januar 2013 als vereinigte Gemeinde in die Zukunft zu gehen.

«Nesslau» soll der Name sein

Ein Name für die neue Politische Gemeinde, welcher sich aus den ehemaligen Gemeinden Nesslau und Krummenau sowie der Gemeinde Stein SG zusammensetzt, wird als unverhältnismässig lang erachtet. Die Gemeinderäte möchten sich auf einen Namen beschränken und mit «Nesslau» der neuen Politischen Gemeinde einen kurzen, griffigen und bekannten Namen geben. Die Gemeindefusion bietet die Chance dazu. Von den fünf in die Fusion einbezogenen Dörfern ist Nesslau die grösste Ortschaft.

Zudem ist Nesslau auch ausserhalb des Toggenburgs bekannt. Der Ort ist mit Bahn und Postauto ein Knotenpunkt im öffentlichen Verkehr.

Fünf Dörfer – fünf Dorfgemeinschaften. In Krummenau, Ennetbühl, Neu St. Johann, Nesslau, und Stein findet das Leben statt. Hier trifft man sich im Alltag und werden Beziehungen gepflegt. Die Politische Gemeinde ist das Verbindende. Die fünf Dorfnamen und die Postleitzahlen bleiben auch nach der Fusion unverändert bestehen.

Neues Logo, altes Wappen

Ein Logo vermittelt Identität und gibt dem Unternehmen nach aussen ein Gesicht. Auch für die neu fusionierte Gemeinde soll ein Logo entstehen. Denkbar ist, dass die Namen der fünf Dörfer in das Logo eingebunden werden. Die Logos lösen im Geschäftsverkehr, den Publikationen und auf dem Datenhighway die Wappen ab. Das heisst aber nicht, dass Wappen ihre Bedeutung verloren hätten. Sie treten im täglichen Leben nur etwas in den Hintergrund. Das kantonale Gemeindegesetz bestimmt denn auch klar: Die Politische Gemeinde führt ein Wappen.

Das Wappen von Nesslau-Krummenau wurde erst vor fünf Jahren eingeführt und ziert inzwischen auch bereits Vereinsfahnen. Eine Verschmelzung der heute bestehenden Wappen von Stein und Nesslau-Krummenau dürfte heraldisch eine praktisch unlösbare Aufgabe darstellen. Aus diesen Gründen soll für die fusionierte Gemeinde das Wappen von Nesslau-Krummenau unverändert übernommen werden.

Die ehemaligen Wappen von Nesslau, Krummenau und Stein können von Vereinen, Korporationen und weiteren Organisationen auch künftig verwendet werden, was aus heraldischer Sicht durchaus wünschenswert ist. Als Beispiel dient die Ortsgemeinde Krummenau mit dem Wappen der früheren Gemeinde Krummenau.

Steiner Viehschau bleibt

Die Viehschau ist Inbegriff von Kultur und Brauchtum. Es erschien den Gemeinderäten wichtig, schon frühzeitig die künftige Ausrichtung festzulegen.

Nesslau-Krummenau führt eine einzige Viehschau für alle Fraktionen in Nesslau durch. Die Steiner Viehschau findet in einem kleineren Rahmen auf abwechselnden Schauplätzen im Dorfbereich statt. Beide Viehschauen sind in den Gemeinden tief verwurzelt. Und daran soll sich mit der Fusion nichts ändern. Die Viehschauen werden unter den bisherigen Voraussetzungen und mit den bisherigen Unterstützungsleistungen weitergeführt. Vorbehalten bleiben verständlicherweise Beschlüsse der künftigen Behörden der fusionierten Gemeinde.

Die Feuerwehren von Stein und Nesslau-Krummenau arbeiten schon heute eng zusammen. Mit der Gemeindefusion erfolgt die Zusammenlegung der beiden Organisationen.

Noch vieles ist offen

Die Arbeit am Fusionsprojekt geht weiter. Die Verhandlungen mit dem Kanton über die Projekt- und Förderbeiträge sind ein wesentlicher Teil. Ebenso wichtig sind weitere Themen, die in nächster Zeit anzupacken sind.

Fragen rund um den van Calker-Fonds, die Zukunft im Ver- und Entsorgungswesen, insbesondere der Wasserversorgung, das Strassenwesen, die Liegenschaften und anderes mehr stehen besonders aus Steiner Sicht im Vordergrund.

Im Sommer 2011 planen die Gemeinderäte einen Informations-Anlass zur Vereinigungsvorlage. (gem)

Aktuelle Nachrichten