KURS: Gemeinsam Leben lernen

Die Herisauer Lehrpersonen der Kindergarten- und Primarstufe haben sich kürzlich zu einer Weiterbildung getroffen. Das Erlernte soll im Unterricht zur Prävention dienen.

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Birgit Danicke mit der Handpuppe Leo. (Bild: PD)

Birgit Danicke mit der Handpuppe Leo. (Bild: PD)

«Erzählt euer Erlebnis, das euch geärgert hat, jetzt nochmals: Aber es darf kein Buchstabe S mehr vorkommen.» Die Lehrpersonen staunten über die Wirkung dieses Auftrags. Birgit Danicke und Günther Hennig vom Institut für angewandte sozialwissenschaftliche Forschung waren kürzlich im Schulhaus Langelen zu Gast. Sie stellten ihr Programm «Gemeinsam Leben lernen» vor, liessen die Kindergärtnerinnen und Primarlehrper­sonen einiges im Bereich des sozialen Lernens ausprobieren. Es gehe darum, Vorurteile abzubauen und Selbstvertrauen, Solidarität, Toleranz, Kommunikation sowie Kooperation zu fördern.

Leo ist der Name der Handpuppe, die in einigen Lektionseinheiten vorkommt. Leo setzt sich aus den Anfangsbuchstaben dreier Begriffe zusammen: Lebenskompetenzen, Einfühlsamkeit, Orientierung. Am Kurs wechselten sich theoretische Einführungen, Gruppendiskussionen, Präsentationen, Rollenspiele und andere Aktivitäten ab. «Die Sozialkompetenzen zu fördern, ist und bleibt uns ein wichtiges Anliegen», sagt Marcel Hartmann, einer der Schulleiter. Während einiger Jahre wurde in Herisau auf der Kindergarten- und Primarstufe das Programm «Faustlos» angewendet. In der Weiterbildung wurden nun neue Impulse gesetzt.

Themen altersgerecht aufgebaut

Die Ideen und das Material zu «Leo» sind nicht für kurzfristige Interventionen in Krisensituationen gedacht, sondern werden zur Prävention im Unterricht eingesetzt. Die Themen sind altersgerecht aufgebaut, lassen den Einbau weiterer Materialien und Ideen zu. Die Lehrpersonen erhielten am Kurs viele Anregungen; sie können aber auch weiterhin mit anderen Methoden und Unterlagen arbeiten. (pd)