Kurhaus Sunnematt verkauft

Paul und Madeleine Girsberger haben für ihre Betriebe «Sunnematt» und «Häädler Stube» doch noch eine Käuferschaft gefunden. Sie selber führen das Dorfrestaurant als Pächter weiter.

René Bieri
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heiden. Madeleine und Paul Girsberger, die über 25 Jahre das Kurhaus Sunnematt als Eigentümer geführt hatten und auch ihre «Häädler Stube» im Schuss hielten, hatten sich lange um eine Nachfolge beziehungsweise einen Verkauf der Liegenschaften bemüht. Schliesslich mussten sie ihrer langjährigen grossen Stammkundschaft noch vor Weihnachten mitteilen, dass sie den Kurbetrieb Anfang Januar 2011 einstellen werden.

Mit Erleichterung können sie nun bekanntgeben, dass die Verkaufsbemühungen für den gesamten Gebäudekomplex nicht umsonst waren. Die neuen Eigentümer kommen aus dem Kanton Thurgau; die Eigentumsübertragung ist bereits erfolgt.

Zwei Besitzer

Beat Steiger, Architekt aus Bussnang und Inhaber des Büros BS-Architektur AG, ist alleiniger Besitzer der Liegenschaft «Häädler Stube», während für die «Sunnematt» mit Beat Frischknecht und Daniel Nipkow zwei weitere Geschäftspartner und Freunde von Beat Steiger dazugekommen sind und hiefür die Kurwohnen AG gründeten. Sie ist formell die neue Besitzerin des Kurhauses Sunnematt.

Die «Häädler Stube» vis-à-vis des Bahnhofs wird wie bisher als Gastrobetrieb mit Gästen vorwiegend aus dem Dorf geführt. Beat Steiger zeigt sich dabei zufrieden und erleichtert, dass die bisherigen Besitzer das Restaurant als Pächter weiterführen. Madeleine und Paul Girsberger übernahmen das Haus bereits 1992 in Pacht und erwarben es 2001. Schon bei der Schliessung der «Sunnematt» signalisierten sie, dass sie in der «Häädler Stube» weiterhin aktiv sein werden. Im Gästetrakt steht allerdings ein Umbau bevor. Gemäss Steiner werde ein Teil der 17 Zimmer in Wohnungen umgenutzt.

«Sunnematt»: Fast alles klar

Zur weiteren Zukunft des Kurhauses Sunnematt erklärte Beat Steiger, dass die neuen Besitzer bestrebt seien, die Liegenschaft weiterhin gastronomisch zu nutzen. Für die Leitung der «alten Sunnematt» aus dem Jahre 1953 sei man mit einem Betreiber in Kontakt, und auf einem Teil der grossen Gartenanlage würden Ideen «für eine zweckentsprechende Baute» entwickelt. Hiezu sei ein Raumplaner beauftragt worden, eine «für Heiden gute Lösung» zu erarbeiten.

Freilich: Die Parzelle befindet sich in der Kurzone, und derzeit wird im Rahmen einer Revision des Baureglementes diese Zone bezüglich baulicher Möglichkeiten neu definiert. Eine Abstimmung dürfte im laufenden Jahr Klarheit verschaffen. Erst wenn Rechtssicherheit bestehe, werde man sich «mit Dampf» an die «neue Sunnematt» machen, so Beat Steiger.

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