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Kunstwerke von Sandro Montonato

Die erste Woche der Kunst-Tage Lichtensteig neigt sich bereits dem Ende zu. Heute stehen die Werke des Buchser Künstlers Sandro Montonato im Mittelpunkt. Neben hochgewachsenen schlanken Menschenskulpturen malt er seit 2010 auch grossflächige Gemälde.
Lucas Lüdi
Sandro Montonato mit einem Gemälde: Das Bild zeigt einen Schuhputzer, der in einer Kiste sitzend mit seinem Kunden diskutiert. (Bilder: Lucas Lüdi)

Sandro Montonato mit einem Gemälde: Das Bild zeigt einen Schuhputzer, der in einer Kiste sitzend mit seinem Kunden diskutiert. (Bilder: Lucas Lüdi)

LICHTENSTEIG. Am Donnerstag präsentierte der Belgier Luc De Meester seine Skulpturen und Gemälde, gestern waren die abstrakten Fotografien von Jochen Teichert an der Reihe. Mit Sandro Montonato stellt im Rahmen der Kunst-Tage Lichtensteig in der Kalberhalle heute bereits der dritte Künstler seine Werke vor. Eine seiner hochgewachsenen Eisenplastiken steht gleich im Eingang der Kalberhalle und empfängt die Besucher der Ausstellung. Neben seinen Skulpturen – in die Länge gezogene menschenähnliche Figuren – erschafft Sandro Montonato seit 2010 grossflächige Gemälde. Anfänglich waren es Porträts von berühmten Rockmusikern. Mittlerweile mahlt er auch alltägliche Situationen und Menschen.

Tourte mit Rockband

Sandro Montonato brachte sich mit 14 Jahren selbst das Gitarrespielen bei. Schon bald gründete er mit seinen Kollegen eine Rockband und ging mit ihr in der Schweiz und Europa auf Tour. Er träumte davon, den grossen Durchbruch zu schaffen und Musiker zu werden. Mit 30 Jahren hängte er seine Gitarre schliesslich trotzdem an den Nagel. «Die Zeit war reif, um andere Kunst zu machen und nicht mehr damit aufzuhören», erklärt Sandro Montonato seinen Entschluss. Von da an verwirklichte er sich in der plastischen Kunst. Zuerst gestaltete er Figuren aus Gips und überzog sie mit Polyester. Doch schon bald nahm er sich eines anderen Materials an, das dem Wetter trotzt. Er fing an, mit Epoxy-Harz auf Metallkonstruktionen zu experimentieren. In der Zwischenzeit hat er die passende Mischung gefunden, wodurch seine menschlichen Darstellungen auch draussen verweilen können.

Wandte sich der Malerei zu

Inspiriert durch den Film «Grosse Erwartungen» und auf Anraten seiner Frau, wandte er sich schliesslich der Malerei zu. Bereits nach drei Monaten konnte er erste Bilder verkaufen. Unterdessen sind über drei Jahre vergangen, und er hat grosse Freude daran: «Es ist wie ein Drang, Zeug zu erschaffen.» Bei jedem Objekt gebe es Momente, wo man nicht weiterkommt und es schwierig ist, sich wieder zu motivieren. Sandro Montonato, der in seinem Leben nach eigener Aussage mit vielen Dingen begonnen, aber auch wieder aufgehört hat, sieht genau in diesem Punkt die Quintessenz: «Man muss die Leidenschaft entwickeln, um auch in schwierigen Situationen weiterzumachen.»

Wie viel er aus der Musik in seine Malerei mitgenommen hat, wird dadurch ersichtlich, dass er am Anfang ausschliesslich Porträts von berühmten Rocklegenden wie Elvis, Jonny Cash, Bob Dylan oder Jimmy Hendrix gestaltete. Inzwischen steht in seinen Gemälden weniger die Person als vielmehr die Situation im Vordergrund.

In einer Schachtel

Ein Beispiel für seine aktuelle Malerei ist das Bild (siehe oben Mitte), auf dem zwei Herren abgebildet sind. Der eine ist ein Schuhputzer, der gerade auf der Strasse die Schuhe eines Passanten poliert. Die beiden sitzen in einer Kiste. Der Passant fordert den Strassenputzer dazu auf, die Kiste zu verlassen und seinen Horizont zu erweitern. «Wenn man wirklich will, kann man alles erreichen, man muss sich das Leben nur entsprechend malen», erzählt Sandro Montonato beim Betrachten seines Bildes.

Auch seine langgezogenen, etwas abstrusen Eisenplastiken, welche scheinbar auf einen herab schauen, haben eine Aussage: «Auch wenn man hoch oben sitzt, sollte man die Füsse am Boden lassen und nicht abheben», sagt Sandro Montonato.

Dieses Bild ist eine Momentaufnahme aus einer Bar.

Dieses Bild ist eine Momentaufnahme aus einer Bar.

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