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«Kunst-Turnen» mit Arthur Junior

Am Samstagabend wurde in der alten Schafbüchelturnhalle in Ebnat-Kappel die mittlerweile vierte Ausstellung von Arthur Junior eröffnet. Im Zentrum der gezeigten Kunst steht der Sport.
Nadine Rydzyk
Viola Pfeiffer und Maura Kressig begrüssen die Vernissagegäste originell: Wie das Publikum einer Turnshow. (Bilder: Thomas Geissler)

Viola Pfeiffer und Maura Kressig begrüssen die Vernissagegäste originell: Wie das Publikum einer Turnshow. (Bilder: Thomas Geissler)

EBNAT-KAPPEL. «Die Location bestimmt bei uns immer das Ausstellungsthema», erklärt Maura Kressig, die nicht nur Mitbegründerin, sondern bei Arthur Junior auch für die Kunstvermittlung zuständig ist. Entsprechend diesem Grundsatz kann man seit Samstag eine Woche lang ansehen und erleben, wie Kunst und Sport zusammengebracht werden. Und dies auf eine durchaus interessante und inspirierende Weise.

Vielfältige Impulse

Nicht weniger als 13 Kunstschaffende hat Arthur Junior dafür verpflichtet, die in elf Werken eine bunte Mischung aus Bildern, Zeichnungen, Skulpturen und Performances bieten. Einige der Werke waren speziell für die Ausstellung entstanden oder werden in deren Verlauf entstehen. Doch gleich, was den Blick gerade auf sich zieht – die Fotografien von Almira Medaric, das schon durch sein Format beeindruckende Bild von Patricia Murawski und Léandre Thiévent, die geschmolzenen Plastikskulpturen von Jürgen Baumann, die Videoarbeit von Céline Liebi, die Abdrücke in der Rauminstallation von Sonja Lippuner oder die Zeichnungen von Sara Grütter, die schon historische Zusammensetzung von Turnfestfotografien, die Tamara Hauser zusammenstellte oder Tobija Stukers Tonskulptur im Duschraum: Alle überzeugten auf ihre eigene Art. Die Werke schaffen damit mal angenehme Erinnerungen oder setzen auch unbequeme Impulse für Gedanken und Diskussionen. Kurzum: Es fehlt an nichts, was eine gelungene Ausstellung bieten sollte. Beim Aufbau der Ausstellung selbst hält man sich ebenfalls in origineller Weise an das sportliche Thema. Inszeniert wie ein Turnerkränzli kam schon die Vernissage daher. Zwar hat man über die Geschichte der alten Schafbüchelturnhalle nicht so viel herausgefunden, wie Mitorganisatorin Viola Pfeiffer wissen lässt, doch gaben manche alte Turnlehrbücher dennoch interessante Einblicke. Zudem half man sich ganz im Sinne der Kunst mit Phantasie aus.

Gelungene Eröffnung

Der eigens für die Ausstellung inszenierte TSV Arthur Junior bekam eine Geschichte mit vielen Höhepunkten und Triumphen – inklusive einer dreifachen Olympiasiegerin aus den Reihen des imaginären Turn- und Sportvereins – verpasst.

Bei Arthur Junior wurde die Vernissage zum eigenständigen Event. Mit Musik von der Luzerner Band Kapnorth, Performances der Künstler Gregory Hari und Manuel Schneider, Raphaela Grolimund und Simon Hofmann sowie echten turnerischen Einlagen kam keine Langeweile auf. Aktivität war und ist auch bei den Ausstellungsbesuchern gefragt, die sich an der Kreation eines Wimpels für den TSV Arthur Junior beteiligen können.

Jugendlich frisch

Insgesamt schaffte man mit der Vernissage einen durchaus aktionsreichen Start in die neue Ausstellung, in der es mit jugendlicher Leichtigkeit vieles zu entdecken gab. Damit lag man voll im Konzept des Projektes Arthur Junior, das Maura Kressig und Sirkka Ammann vor wenigen Jahren im Rahmen ihrer Maturaarbeit aus der Taufe hoben. Denn: «Wir wollen mit unseren Ausstellungen speziell auch junge Leute ansprechen», erklärt Maura Kressig. So sind nicht nur die Initiatoren selbst allesamt noch junge kunstinteressierte Studierende der verschiedensten Fachrichtungen. Auch die für die Ausstellung ausgewählten Werke und Performances stammen allesamt von Kunstschaffenden, die das 30. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Ein Umstand, auf den man beim Projekt Arthur Junior grossen Wert legt, wie auch schon der Name erkennen lässt.

Interaktiv zur Kunst

Mit ihren etwas anderen Ausstellungskonzepten schaffen sie es zudem, das jüngere Publikum anzuziehen und für Kunst zu begeistern, wie schon die Vernissage am Samstag bewies. Doch geht man hier noch einen Schritt weiter. Mit insgesamt drei speziell auf Schulkinder abgestimmten, interaktiven Programmen werden auch diese erreicht und an die Vielfältigkeit des kulturellen Schaffens herangeführt, wie Maura Kressig berichtet. Auf das jeweilige Alter angepasst, erwartet die Schulklassen ein eigenes Programm für die Unterstufe, die Oberstufe und die Heilpädagogische Schule.

Mit 17 Führungen für die Schülerinnen und Schüler, die während der Ausstellungsdauer erfolgen werden, gelangt man aber an die Kapazitätsgrenzen. «Wir mussten auch Anfragen von Schulen absagen», berichtet Maura Kressig mit einer Mischung aus Freude über diesen grossen Zuspruch und Bedauern darüber, dass man nicht allen Anfragen entsprechen konnte. Doch auch ohne spezielle Führung: Ein Besuch in der alten Schafbüchelturnhalle wird sich bis zur Finissage am 21. Juni für alle Interessierten, gleich welchen Alters, sicher lohnen.

Kreativität beim Wimpel-Malen für den Turn- und Sportverein Arthur Junior.

Kreativität beim Wimpel-Malen für den Turn- und Sportverein Arthur Junior.

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