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Kunst-Tage für drei Wochen

Vom 10. bis 27. September organisieren Mirjam Hadorn und Martin Fricker in der Lichtensteiger Kalberhalle zum zweiten Mal «Kunst-Tage». Mit zeitgenössischer Kunst aus Berlin, Kunst und Kulinarik und Kunstüberraschungen.
Hansruedi Kugler
Fleissige Kunstförderin: Mirjam Hadorn veranstaltet zusammen mit ihrem Mann Martin Fricker die zweiten Kunst-Tage Lichtensteig in der Kalberhalle. Hier mit dem Bild «Epifunnies» (einer ironischen Kunst-Anspielung auf den Begriff der Epiphanie, der plötzlichen Erscheinung einer Gottheit) des amerikanischen Künstlers Mark Staff Brandl. (Bild: Hansruedi Kugler)

Fleissige Kunstförderin: Mirjam Hadorn veranstaltet zusammen mit ihrem Mann Martin Fricker die zweiten Kunst-Tage Lichtensteig in der Kalberhalle. Hier mit dem Bild «Epifunnies» (einer ironischen Kunst-Anspielung auf den Begriff der Epiphanie, der plötzlichen Erscheinung einer Gottheit) des amerikanischen Künstlers Mark Staff Brandl. (Bild: Hansruedi Kugler)

LICHTENSTEIG. Ihre Begeisterung und ihr Elan wirken ansteckend und als Team ergänzen sich die beiden ideal: Seit Mirjam Hadorn und Martin Fricker vor vier Jahren auf dem Goldenen Boden ein Haus gekauft haben, prägen sie das Leben im Städtli mit. Martin Fricker ist unterdessen Gemeinderat und Mirjam Hadorn führt im Erdgeschoss ihres Hauses eine Galerie für zeitgenössische Kunst. Gemeinsam haben sie letztes Jahr die ersten Lichtensteiger Kunst-Tage aus dem Boden gestampft. Während zehn Tagen gaben sie sieben Kunstschaffenden, von denen einige im Toggenburg leben, in der ehemaligen Kalberhalle ein Podium. «Wir zählten tausend Eintritte», sagt Martin Fricker. «Darunter waren natürlich einige, die öfters kamen. Zwischen 200 und 400 Personen haben die Ausstellungen besucht.»

Vorläufig selbst finanziert

«Wir finanzieren die Kunst-Tage derzeit selbst», sagt Martin Fricker. Erleichtert wird dies durch die Gratis-Benutzung der Kalberhalle. Kommerziell schaut aus den Kunst-Tagen kaum etwas heraus. Erklärtes Ziel von Mirjam Hadorn ist es nämlich, neben den Verkaufsausstellungen in ihrer Galerie auch Ausstellungen mit unverkäuflicher Kunst zu organisieren. Voraussichtlich werden die beiden für die Kunst-Tage 2015 auf Sponsorensuche gehen. Öffentliche Gelder stünden für ihn allerdings nicht im Vordergrund, sagt Martin Fricker. «Marktwirtschaftlich gesehen wäre mir ein privater Sponsor lieber.»

Berlin – Basel – Lichtensteig

Ihr Kunstenthusiasmus hat die beiden in der Vorbereitung der diesjährigen Kunst-Tage nach Berlin und Basel geführt. In Berlin Künstler für eine kleine Ausstellung im Toggenburg zu verpflichten, erwies sich aber als fast unmöglich: «Die Künstler sind alle vertraglich an Galerien gebunden», sagt Mirjam Hadorn. Zum Glück konnten sie auf die Mithilfe einer befreundeten Galeristin aus Basel zählen, die ihnen einige Berliner Künstler vermitteln konnte.

Drei Grundideen

Dieses Jahr sollen die Kunst-Tage nun noch länger dauern und noch mehr Künstler zeigen. Drei Jahre hätten sie sich Zeit gegeben für die Etablierung ihrer Idee, sagt Mirjam Hadorn. Für die diesjährige Ausgabe wolle sie einem klareren kuratorischen Konzept folgen. Drei Wochen mit drei unterschiedlichen Grundideen: Für die erste Woche hat sie drei Künstlerinnen ausgewählt, die völlig verschiedene Lebens- und Kunstkonzepte verkörpern. Die 26jährige Marina Lutz stehe für den modernen Künstlertypus, der professionell ein kunstnahes Handwerk ausübe (hier Grafik und Illustration) und daneben als freie Künstlerin arbeite. Die 46jährige Michela Valenti hat sich nach einem biographischen Drama radikal und ausschliesslich der Kunst verschrieben (mit 33 Jahren erlitt sie einen Hirnschlag und war in der Folge monatelang erblindet). Die 38jährige Melanie Brugger, eine Jugendfreundin von Mirjam Hadorn, «verbindet Kunst und Kochen in einer faszinierenden Weise», verspricht die Lichtensteiger Galeristin, die im Oktober in Luzern ein Nachdiplomstudium in Kulturmanagement beginnt.

Es wird Kunst gekocht

Überhaupt werden Kunst und Kulinarik ein intensives Gespann geben. Andy Storchenegger wird Pizza backen und diese gemäss Bestellung wie bekannte Kunstwerke mit Zutaten belegen. Ein anonymes Künstlerkollektiv wird in der zweiten Woche eine Überraschungsinstallation mitbringen, das Künstlerduo Mezmer&Mueller zeigt Ausschnitte seines Demokratieprojektes: Sie fragen auf der ganzen Welt Menschen, was sie unter Demokratie verstehen und davon erwarten. Nicht zuletzt hat «Mona» Premiere, ein Film der Toggenburger FilmFabrik.

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