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Kulturpreis 2016 geht an das Engel-Chörli

Die Stiftung Pro Innerrhoden vergibt die höchste Auszeichnung des Kantons zum ersten Mal an eine Formation. Vor 200 Zuschauern überreichen Ständerat Ivo Bischofberger und Landammann Roland Inauen die begehrten Urkunden.
Rolf Rechsteiner
Der Kulturpreis ist die höchste Auszeichnung des Kanton und mit 10 000 Franken dotiert. (Bild: RR)

Der Kulturpreis ist die höchste Auszeichnung des Kanton und mit 10 000 Franken dotiert. (Bild: RR)

Die Kapazitäten der Kunsthalle Ziegelhütte waren ausgeschöpft. Gäste aus Politik, Familien- und Freundeskreis sowie Fans waren eingeladen, dem feierlichen Anlass beizuwohnen. Das Engel-Chörli hatte Roland Inauen als Laudator und die Stegräfler der Harmonie Appenzell als Begleitmusik gewünscht. Beide betrachteten das Aufgebot als Ehre.

Ständerat Ivo Bischofberger, Präsident der vergebenden Stiftung Pro Innerrhoden, blickte in seiner Begrüssung zurück auf deren Grundidee, die Pflege, den Erhalt und die Wiederherstellung von Kulturgut zu unterstützen und Bestrebungen zur Erhaltung von Sitten und Bräuchen zu fördern. So seien inzwischen 15 Einzelpersonen mit dem Kulturpreis ausgezeichnet worden. Nun sei erstmals eine Formation am Zug, den begehrten Titel zu empfangen. Das Engel-Chörli sei mit seiner jahrzehntelangen, facettenreichen und qualitativ hoch stehenden Kulturarbeit zum wertvollen Botschafter Innerrhodens geworden. Es habe den Spagat zwischen Tradition und Fortschritt gewagt und bewältigt.

Beinahe ein «Ochsen-Chörli»

Der Landammann wusste in seiner Laudatio mit Witz und Charme darzulegen, dass das beliebte Doppelquartett den Preis mehr als verdient hat nach über drei Jahrzehnten ungebrochenem Publikumserfolg. Das Engel-Chörli habe Massstäbe gesetzt sowohl in der Kultivierung des Jodelgesangs als auch in A-Cappella-Vorträgen und den legendären Showblocks in weltlichen Konzerten. Er blickte zurück in die Geschichte der Formation und erntete herzliche Lacher für einen Exkurs in die Namensgebung: Die Grundidee entstand in feuchtfröhlicher Runde im «Ochsen» im Ausserrhodischen Stein. Was wäre geschehen, wenn deshalb das «Ochsen-Chörli» entstanden wäre? «Die ganze Himmelsnähe, die man Engeln nachsagt, wäre dahin gewesen und mit ihr vielleicht ein Teil des Erfolgs», mutmasste der Laudator. Man wisse aber wohl, dass der Name schliesslich am Probelokal im «Engel» zu Appenzell festgemacht wurde, wo für die acht Sänger jederzeit Tranksame zur Verfügung stand. Das Engel-Chörli habe die Tradition des Neujahrssingens – inzwischen von mehreren Gruppen gepflegt – wieder aufleben lassen und ein schier unendliches Repertoire aufgebaut.

Der erste Auftritt auf Innerrhoder Boden gehe auf den Bettag 1982 zurück, als die Bergmesse auf der Meglisalp musikalisch umrahmt wurde. «Gesungene Gebete fanden den Weg in den Himmel und in die Herzen», gab sich Roland Inauen überzeugt. Das Engel-Chörli bedankte sich mit einem gut gewählten Medley. Ivo Bischofberger verteilte gemeinsam mit dem Landammann mit sichtlicher Freude die Urkunden. Und als Supplement durfte er jedem Sänger ein Engelbild der Kulturpreisträgerin Roswitha Doerig überreichen.

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