Kulturobjekt Harmonie steht leer

Die als Kulturobjekt eingestufte «Harmonie» in Wald gehört zu den schönsten Wirtshäusern im Appenzellerland. Derzeit ist das stattliche Gebäude verwaist und wartet auf neues Leben.

Peter Eggenberger
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Die als Kulturobjekt eingestufte «Harmonie» in Wald ist derzeit verwaist und wartet auf eine Käuferschaft. (Bild: pe)

Die als Kulturobjekt eingestufte «Harmonie» in Wald ist derzeit verwaist und wartet auf eine Käuferschaft. (Bild: pe)

WALD. Im Buch «Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden/Bezirk Vorderland» wird das in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaute, im Dorfkern gelegene Haus Harmonie ausführlich gewürdigt.

Bei Umbau datiert

«Paradestück der Gaststube ist ein Buffet aus Kirschbaumholz mit Nussbaummaserfurnieren in den Türfüllungen, mit durch Türen verschliessbarer Kredenznische und mit zurückspringendem, ebenfalls verschliessbarem Lavaboschrank», schreibt Autor Eugen Steinmann. Nach seinen Recherchen bezieht sich die im Schlussstein des korbbogigen Sandsteinportals erkennbare Jahreszahl 1764 auf einen grösseren Umbau, der zum heutigen Aussehen des Gebäudes geführt hat.

Verkaufspreis 780 000 Franken

Während Jahren wurde die Wirtschaft Harmonie von Manfred Breuer und Rosmarie Jenni geführt, die sich im Frühling 2015 von ihrem Haus trennten und wegzogen. Jetzt steht das Gebäude mit seinen drei Gaststuben, der grossen Wirtewohnung und dem gegen Süden orientierten Garten zum Verkauf. Gemäss Internet wird für die Liegenschaft einschliesslich des gesamten Gastromobiliars 780 000 Franken verlangt.