Kulturkonferenz vernetzt seit 1990

APPENZELLERLAND. Die Appenzeller Kulturkonferenz feiert ihr 25jähriges Bestehen. Kulturvermittler beider Appenzell sind darin vernetzt. Die gemeinsame Internetplattform «appenzell kulturell» und ein monatliches Plakat informieren über Veranstaltungen.

Mea Mc Ghee
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Literarisches Hauskonzert der Kronengesellschaft Trogen im Jahr 2012.

Literarisches Hauskonzert der Kronengesellschaft Trogen im Jahr 2012.

Klassische Musik anlässlich der Kirchenkonzerte Urnäsch, Kabarett im Kulturlokal «3 Eidgenossen» in Appenzell oder eine literarische Matinee, organisiert durch die Casinogesellschaft Herisau – das sind nur drei Beispiele der vielseitigen kulturellen Angebote im Appenzellerland. Die verschiedenen Veranstalter sind seit 1990 unter einem Dach vereint; damals vernetzten sich zwölf Ausserrhoder Kulturvermittler und gründeten die Appenzeller Kulturkonferenz. Ihr Ziel ist es, wirkungsvoller zu arbeiten, voneinander zu lernen, gemeinsam zu werben und finanzielle Mittel zu beschaffen. Aktuell präsidiert Hanspeter Masina die Organisation, die auf über 40 Mitglieder in Appenzell Ausser- und Innerrhoden gewachsen ist.

Stärke durch Gemeinschaft

Alphabetisch betrachtet sind Kulturvermittler von «Absolut W. Kultur» bis zur «Walzehuser Bühni» vereint, geographische Eckpunkte setzen etwa der Assel-Keller, Schönengrund-Wald, oder die Konzerte in der Kirche Oberegg, Grossveranstalter wie das A-cappella-Festival Appenzell treten ebenso in Erscheinung wie lokale Lesegesellschaften, Jazzclubs oder Kulturkommissionen der Gemeinden. «Gemeinsam sind wir stärker», lautet seit 25 Jahren das Motto der Kulturkonferenz. Diese wird durch die Kantone Appenzell Ausser- und Innerrhoden finanziell unterstützt. Dank der Kulturkonferenz müsse nicht jeder Veranstalter einzeln beim Kanton ein Gesuch um Unterstützung einreichen, so Masina.

Kulturagenda und Plakat

Rund 250 kulturelle Veranstaltungen organisieren die Mitglieder der Kulturkonferenz jedes Jahr. Eine beachtliche Zahl für eine Region, die weitab von gängigen kulturellen Hochburgen liegt, die vor allem bekannt ist für ihre Volkskultur. «Jedes Veranstaltungslokal hat sein eigenes Cachet. Speziell sind insbesondere das Engagement und die Herzlichkeit der Kulturvermittler», sagt Masina. In Erscheinung tritt die Kulturkonferenz in erster Linie mit ihrer Internetplattform «appenzell kulturell», einer eigentlichen Kulturagenda. Zudem veröffentlicht sie jeden Monat einen Veranstaltungskalender in Form eines Plakates.

Die heutige Jubiläums-Generalversammlung im Urnäscher «Kreuz» wird durch die Appenzeller Kulturkonferenz, Gründungsmitglied Kirchenkonzerte Urnäsch, den Kulturverein Urnäsch und das Familien-Festival Urnäsch organisiert. Das neue Programm wird präsentiert, und es besteht Raum für den Austausch unter den Kulturvermittlern. Die «Lucky Camels» aus Appenzell mit jazzigen Klängen und ein Apéro sorgen für einen Hör- und Gaumenschmaus.

«Kultur is Dorf» – in Herisau etabliert, im Alten Zeughaus beheimatet.

«Kultur is Dorf» – in Herisau etabliert, im Alten Zeughaus beheimatet.

Die Kirchenkonzerte Urnäsch sind Gründungsmitglied der Appenzeller Kulturkonferenz. Das Quartett Scherzo eröffnete die Konzertreihe 2009. (Bilder: apz)

Die Kirchenkonzerte Urnäsch sind Gründungsmitglied der Appenzeller Kulturkonferenz. Das Quartett Scherzo eröffnete die Konzertreihe 2009. (Bilder: apz)