So war das Jahr 2019 im Appenzellerland, Teil 5: Neue Kulturpreisträger und ein erfolgreiches Freilufttheater

Politik, Gesellschaft, Sport: Das Appenzellerland hat ein spannendes 2019 hinter sich. Die wichtigsten kulturellen Ereignisse.

Mea McGhee
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Puppenspielerin Kathrin Bosshard ist Ausserrhoder Kulturpreisträgerin.

Puppenspielerin Kathrin Bosshard ist Ausserrhoder Kulturpreisträgerin.

Bild: Hannes Thalmann

Der 25-jährige Appenzeller Marius Bear erhält Mitte Februar die Nachwuchsauszeichnung «Best Talent» an den Swiss ­Music Awards. Marius Hügli, so sein bürgerlicher Name, gewann 2015 einst das BandXost-Finale.

Simon Enzler zeigt sein neues Programm «Wahlhalsig». Als frustrierter Sozialarbeiter scheitert er mit seinem Bratwurststand und ärgert sich über Vegetarier, Waffenexporte und Thurgauer.

Zum 20. Geburtstag der Inner­rhoder Kunststiftung gibt es eine Ausstellung mit angekauften Werken im Kunstmuseum Appenzell. Präsident ist Eduard Hartmann.

Während 50 Jahren wurden in der evangelischen Kirche Klassikkonzerte durchgeführt. Im März findet das letzte Konzert statt. Paul Schoop hatte 1968 die Konzertreihe ins Leben gerufen.

Joe Manser erhält den Innerrhoder Kulturpreis und wird für sein Schaffen zum Dialekt und zur heimischen Musik geehrt. Preisübergabe ist am 23. März in der Kunsthalle Ziegelhütte.

Alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz sammelt geschnitzte Alpaufzüge. Er veröffentlicht das Buch «Senntumsschnitzerei im Appenzellerland und im Toggenburg».

Die Herisauer Puppenspielerin Kathrin Bosshard wird mit dem Ausserrhoder Kulturpreis prämiert. Im Jahr 2000 gründete sie das Theater Fleisch+Pappe und ist seither als Puppenspielerin, Schauspielerin, Regisseurin und Texterin tätig.

Norbert Möslang ist der Mann hinter der binären Uhr am Bahnhof St.Gallen. Im April füllt der Künstler, Komponist, Musiker und Geigenbauer das Atelierhaus Birli der Schlesinger Stiftung in Wald mit Werken.

Die in Trogen lebende Schriftstellerin Helen Meier feiert am 17. April ihren 90. Geburtstag – dazu erscheint ein magisch schön illustrierter Band mit bislang unveröffentlichten Texten aus den 1950er-Jahren.

Zwei Tage lang diskutiert die Ausserrhoder Kulturlandsgemeinde am ersten Maiwochenende darüber, was die Gesellschaft zusammenhält. Mit dabei der international erfolgreiche Choreograf Martin Schläpfer.

Am vierten Heiden-Festival treten Noldi Alder und Töbi Tobler, die Altmeister und Erneuerer der Schweizer Volksmusik, erstmals gemeinsam auf. Höhepunkt ist das Konzert des Herbert Pixner Projekt.

Die 19-jährige Singer-Songwriterin Femi Luna aus Herisau, mit bürgerlichem Namen Femi Luna Fokkens, darf als Gewinnerin des Bandcontests «Kammgarnstars» am Schaffhauser Festival «Stars in Town» auftreten.

Der Dorfkern von Trogen wird Mitte Juni mit rot-weissen Picknicktüchern ausgelegt. Bei der fünften «Bignik»-Präsentation werden 750 der bisher hergestellten 3000 Tuchelemente ausgebreitet. Die Idee stammt von den St.Galler Aktionskünstlern Frank und Patrik Riklin.

Im Spätsommer wird in Trogen das Freilufttheaterstück «Das glückselige Leben» aufgeführt. Die Theatermacher Katrin Sauter, Hans-Christian Hasselmann und Karin Bucher haben ihre Stückidee bei drei Autoren in Auftrag gegeben.

Im Buch «Wunderlich kommt mir die Baute vor» beleuchtet Kantonsbibliothekarin Heidi Eisenhut die Geschichte des Trogner Fünfeckpalastes und jene der Unternehmerfamilie Zellweger.

Der neue Verein «Bluegrass i de Müli» organisiert als ersten Anlass am 24. August ein Open Air in Urnäsch. Der Erhalt des 1786 erbauten Gebäudes gehört zu den Tätigkeiten des Vereins.

Die Chinesin Yu Hao lebt seit 14 Jahren in Urnäsch. Sie ist verheiratet mit Ernst Hohl, dem Stifter des «Haus Appenzell» in Zürich. In ihrem Dokfilm «Plötzlich Heimweh» erzählt sie, wie sie in der Schweiz ein Zuhause fand.

Die Genossenschaft Kino Rosenthal Heiden feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Mit der Modernisierung des Betriebes hat sie es geschafft, das kleine Kino am Leben zu erhalten.

Regisseur Jean Grädel bringt mit «Bilder putzen» die Geschichte der Kapuzinermönche in Appenzell auf die Bühne. Der Regisseur und Autor Paul Steinmann erzählt Geschichten rund um das ehemalige Kloster.

Seit 2000 vergibt die Innerrhoder Kunststiftung Werkbeiträge. Die 10000 Franken gehen 2019 an Christian Hörler. Der in Meistersrüte aufgewachsene und in Wald wohnhafte Künstler wird für sein Projekt «Die Säule» ausgezeichnet.

Die Ausserrhodische Kulturstiftung verleiht Werkbeiträge: Kunst und Architektur; Anna Diehl, Beatrice Dörig, Thomas Stüssi. Angewandte Kunst und Design; Dario Forlin, Pascale Osterwalder. Musik; Claude Diallo, Ruedi Tobler. Literatur; Eva Roth, Bettina Castaño-Sulzer. Die Artist-in-Residence-Stipendien gehen an: Künstlerin und Kuratorin Caroline Ann Baur ­sowie Malerin und Zeichnerin Sonja Hugentobler.

Die Mülltrommler Bubble Beatz geben zu ihrem 20-Jahr-Jubiläum ein Konzert in Herisau. Kay Rauber und Christian Gschwend zogen sich 2015 von den Bühnen zurück. Im Herbst 2020 gehen sie auf Tournee.

Albert Koller, der Präsident der Theatergesellschaft Appenzell, erhält den Anerkennungspreis der Stiftung Pro Innerrhoden für sein Theaterschaffen.

Thomas Burkhard und Sandro Hirschi erhalten den Trogner Kunstpreis für talentierte Menschen mit einer Beeinträchtigung.

Nicole Blattmann aus Trogen malt Bilder für das 2020 erscheinende «tschutti heftli» zur Fussball-EM.