Künftig drei Jahrgänge pro Klasse

NEU ST. JOHANN. Die Schülerzahlen an der Primarschule variierten stark von Jahr zu Jahr. Deshalb werde es ab dem Schuljahr 2015/2016 in der Primarschule Nesslau nur Mehrjahrgangsklassen – konkret Unter- und Mittelstufenklassen mit je drei Jahrgängen – geben.

Martin Knoepfel
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NEU ST. JOHANN. Die Schülerzahlen an der Primarschule variierten stark von Jahr zu Jahr. Deshalb werde es ab dem Schuljahr 2015/2016 in der Primarschule Nesslau nur Mehrjahrgangsklassen – konkret Unter- und Mittelstufenklassen mit je drei Jahrgängen – geben. Das sagt Schulratspräsident Hansjörg Huser. Er informiert an der Vorgemeinde von Nesslau am Donnerstagabend im «Ochsen» in Neu St. Johann über die Rechnung und das Budget der Schule. Mit Mehrjahrgangsklassen könne man konstante Klassengrössen erreichen, sagt Hansjörg Huser. Ferner will der Schulrat die Schüler der Mittelstufe, deren Eltern – an obligatorischen Elternabenden – und die Lehrer im Umgang mit Multimedia-Geräten schulen.

Schulung auf der Mittelstufe

Probleme wie Sexting oder Cybermobbing, die man früher auf der Oberstufe angetroffen habe, gebe es heute schon auf der Mittelstufe. Viele Eltern wüssten nicht, was alles mit einem Handy möglich sei, sagt Hansjörg Huser. Kinder dagegen seien sich nicht immer bewusst, was die juristischen Folgen ihres Handelns sein könnten. Der neue Berufsauftrag der Lehrkräfte werde zudem in der Umsetzung Schulleitern und Schulbehörden erhebliche Mehrarbeit bringen, sagt Hansjörg Huser.

2013 tätigte die Schule Nesslau nach Aussage von Hansjörg Huser keine grossen Investitionen. Die grösste Investition im laufenden Jahr wird ein neuer Pavillon beim Primarschulhaus Büelen sein. Der heutige Pavillon solle mit Ausnahme der Grundmauern abgerissen werden, sagt Gemeindepräsident Kilian Looser. Die Kosten für den neuen Pavillon lägen mit 496 000 Franken in der Finanzkompetenz des Gemeinderats, doch habe dieser sich für einen Antrag an die Bürger entschieden. Da die Schulhäuser Bühl und Ennetbühl im Sommer 2015 schliessen würden, brauche man den Pavillon in Zukunft wieder, heisst es im Gutachten an die Bürger. Die Spielgruppe werde in die Hauswartswohnung Büelen wechseln.

«Tadellose Barren ersetzen»

Dieses Jahr sollen unter anderem die Duschen in der Turnhalle Rünggel – «eine Katastrophe» – und die Schulküche im Primarschulhaus Büelen ersetzt werden. Ferner brauche es neue Vereinsbarren in der Turnhalle Büelen. Der Zustand der Barren sei tadellos, sagt Hansjörg Huser. Sie seien aber nicht mehr gesetzeskonform, so dass niemand die Haftung übernehme.