Kühn hat zu tun

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Martin Kühn ist 44, verheiratet, und hat zwei Kinder. Er wohnt auf der Weberhöhe, einer Neubausiedlung nahe München. Früher stand dort mal eine Munitions­fabrik aus der Nazizeit. Aber was es damit auf sich hatte, weiss Kühn nicht so genau.

Es gibt ohnehin viel, was er nicht weiss: zum Beispiel, warum von seinem Gehalt als Polizist nach allen Abzügen ein verschwindend geringer Betrag zum Leben bleibt. Warum er jeden Mörder zum Sprechen bewegen kann, aber sein eigener Sohn nicht mal zwei Sätze mit ihm wechselt. Welches Geheimnis er vor sich selber verbirgt. Und vor allem, warum sein Kopf immer so voll ist.

Und dann wird ein alter Mann gleich hinter Kühns Garten er­stochen aufgefunden. Was Kühn auch noch nicht weiss: Das alles hat viel mehr mit ihm zu tun, als ihm lieb ist. Und aus den Kellern kriecht langsam das Gift der Vergangenheit hoch. Und Kühn hat plötzlich sehr viel zu tun.

Jan Weiler: Kühn hat zu tun, Verlag: Kindler, 320 Seiten, Bibliothek Lichtensteig