KRUMMENAU: Wetterkapriolen beim Ergebnis spürbar

Das Jahresergebnis 2015/16 der Wolzenalp AG spiegelt die schwierigen Wetterverhältnisse des vergangenen Geschäftsjahres. Markant weniger beförderte Personen beeinflussen die Zahlen.

Adi Lippuner
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Rolf Hager, Verwaltungsratspräsident Wolzenalp AG, Petra Pedrett, neugewählte Verwaltungsrätin, und der aus dem Verwaltungsrat scheidende Bernhard Güttinger (von links). (Bild: Adi Lippuner)

Rolf Hager, Verwaltungsratspräsident Wolzenalp AG, Petra Pedrett, neugewählte Verwaltungsrätin, und der aus dem Verwaltungsrat scheidende Bernhard Güttinger (von links). (Bild: Adi Lippuner)

KRUMMENAU. Trotz eines massiv negativen Betriebsergebnisses von rund 100 000 Franken schauen die Verantwortlichen der Wolzenalp AG zuversichtlich in die Zukunft. «Rote Zahlen gab es, weil wir die budgetierten Abschreibungen und Wertberichtigungen in der Höhe von knapp 100 000 Franken vornehmen konnten», so Rolf Hager. Der Verwaltungsratspräsident konnte am Freitagabend 50 Aktionäre im Bergrestaurant Wolzenalp begrüssen. «Ohne den Restaurantbetrieb sähe unser Ergebnis wesentlich schlechter aus,» betonte er.

Sommersaison bis Weihnachten verlängert

Es war vor allem die schlechte Wintersaison, welche dem Kleinunternehmen zu schaffen machte. Bis nach Weihnachten kein Schnee, «deshalb haben wir die Sommer- und Wandersaison bis nach Weihnachten verlängert, später dann Schnee im oberen Bereich und damit teure Voraussetzungen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Wenn die Gäste am Abend mit dem Sessellift ins Tal fahren müssen, lockt dies wesentlich weniger Skifahrer an, auch wenn im oberen Teil die Verhältnisse sehr gut sind», so der VR-Präsident. Die Kosten für den Betrieb und das Personal seien aber gleich hoch, «denn wir fahren trotzdem den ganzen Tag.»

Gemäss Josef Giger, verantwortlich für die Finanzen, habe er im vergangenen Jahr einige schlaflose Nächte gehabt. «Die fixen Kosten bleiben, obwohl unsere Mitarbeitenden sehr flexibel einsetzbar sind und im Stundenlohn entschädigt werden.» Dank der bescheidenen 50-Jahr-Feier sei eine Reserve von 10 000 Franken geblieben, welche aufgelöst wurde und zur Verbesserung des Gesamtergebnisses beigetragen habe.

Weibliche Sicht im Verwaltungsrat

Zur Anschaffung der Pistenmaschine, diese wurde nach dem Zusammenschluss von Chäserrugg und Stöfeli angeschafft, erfuhren die Aktionäre: «Der Kauf machte Sinn, denn für unser 26 Jahre altes Gerät gab es kaum mehr Ersatzteile», sagte Rolf Hager. Dank kollegialem und grosszügigem Entgegenkommen des Verkäufers Peter Steiner sei die Finanzierung möglich geworden. «Wir können 100 000 Franken des Kaufpreises innerhalb der kommenden drei Jahre begleichen.» Für den aus dem Verwaltungsrat ausscheidenden Bernhard Güttinger, Nesslau, wurde Petra Pedrett, Neu St. Johann, gewählt. «Ich bin stolz darauf, dass mit dieser Wahl die Frauensicht im Verwaltungsrat eingebracht wird,» so Rolf Hager. Die Verdienste von Bernhard Güttinger, er sorgte während der vergangenen Jahre für einen neuen Auftritt des Unternehmens, wurden gewürdigt. «Der Auftritt und die Wahrnehmung von aussen ist wesentlich freundlicher geworden. Zusammen mit seinem Medienteam Olivia Hug, Ivan Louis und René Güttinger hat Bernhard Güttinger viel Herzblut investiert.»