«Krone» Gais verkauft

Das Hotel-Restaurant Krone am Gaiser Dorfplatz hat neue Eigentümer. Hans und Susanne Heim-Inauen werden ab Anfang 2013 das Haus übernehmen.

René Bieri
Merken
Drucken
Teilen

GAIS. «Die Krone muss die Krone bleiben, und Spekulanten haben bei mir keine Chance.» Das sagte Johannes Schefer Ende letzten Jahres, als er öffentlich kundtat, die Liegenschaft aus Altersgründen zu verkaufen. Eins zu eins sei diese Vorgabe nun erfüllt worden, und er freue sich erst noch, dass es zu einer einheimischen Lösung gekommen sei, wie er auf Anfrage gegenüber der Appenzeller Zeitung sagt.

Hans und Susanne Heim-Inauen heissen die neuen Besitzer und sie werden den Gastrobetrieb auch selber führen. Ihre Zeit in der «Krone» beginnt am 1. Januar 2013; Johannes und Alice Schefer werden noch bis zum Jahresausklang wirten und in der Silvesternacht die Schlüssel übergeben.

In gleichem Stil

Die Gaiser Hans und Susanne Heim-Inauen halten im Schachen einen Landwirtschaftsbetrieb, den sie weiter betreiben werden. Die zukünftige «Krone»-Wirtin bringt als Servicefachfrau Erfahrung in der Gastronomie mit. Das Berggasthaus Krone und aktuell ebenfalls bei Ruedi Ullmann im Golfrestaurant Gonten sind die jüngsten Stationen ihrer beruflichen Tätigkeit. In der «Krone» wird sie ebenfalls für den Service verantwortlich sein und die Küche mit einer Fachperson besetzen.

Vor zehn Jahren erworben

Alice und Johannes Schefer erwarben die «Krone» im Jahre 2001. Ihr Vorgänger ging Pleite und in der Folge blieb der Betrieb während dreieinhalb Jahren leer. Die Besitzer investierten sukzessive viel Geld in die Liegenschaft, so dass sie das Haus mit gutem Gewissen den neuen Leuten übergeben können. Die «Krone» mit separatem Hoteltrakt verfügt über 30 Zimmer, fast alle mit Dusche/WC. Das in zwei Räume unterteilte Restaurant bietet Platz für 60 Personen, dazu kommt noch der Saal mit 250 Plätzen. Ein gewölbter Weinkeller dient als Apéro-Raum.

Die «Krone» wurde nach dem Dorfbrand 1780 erbaut und gehört zum eidgenössisch geschützten Dorfplatz, der das Ortsbild besonders prägt. Der Platz mit seinen Bauten wurde 1977 mit dem Wakker-Preis ausgezeichnet.