KRINAU: Sanierung der Krinauerstrasse soll 2,1 Millionen kosten

Die Strasse vom Bahnhof Lichtensteig nach Krinau soll unterhalb des Weilers Gurtberg verbreitert werden. Der Gemeinderat Wattwil befürwortet das Bauvorhaben. Bauherr ist der Kanton, der Regierungsrat entscheidet letztlich, ob und wann saniert wird.

Martin Knoepfel
Drucken
Teilen
Unterhalb des Weilers Gurtberg ist die Krinauerstrasse sehr schmal. (Bild: Martin Knoepfel (Krinau, 26. Oktober 2016))

Unterhalb des Weilers Gurtberg ist die Krinauerstrasse sehr schmal. (Bild: Martin Knoepfel (Krinau, 26. Oktober 2016))

KRINAU. Der Kanton will die Krinauerstrasse in Wattwil im Abschnitt Vogelsang-Gurtberg sanieren. Der zu sanierende Abschnitt ist rund einen halben Kilometer lang. Die Krinauerstrasse ist eine Kantonsstrasse.

Wie dem technischen Bericht zu entnehmen ist, wurde die Strasse 1983 wegen des Baus der Umfahrung Lichtensteig zwischen Amtwies und Vogelsang (unterhalb von Gurtberg) auf sechs Meter verbreitert und verlegt. Wenn man nach Krinau fährt, sieht man deutlich, wo die Strasse neuer und breiter ist.

Oberhalb des Weilers Gurtberg wurde die Strasse 2001 im Bereich der damaligen Gemeindegrenze Wattwil-Krinau auf rund 300 Metern ebenfalls ausgebaut und verbreitert. Nun kommt der dazwischenliegende Abschnitt an die Reihe. In diesem ist die Strasse vier bis fünf Meter breit. Zwei Lastwagen können nicht kreuzen. Kreuzungen zwischen Lastwagen und Personenautos sind schwierig. Zudem ist der Strassenbelag ziemlich wellig. Die Postautos von und nach Krinau fahren über diese Strasse.

Die Strasse soll bei der Sanierung auf 5,3 Meter – in Kurven wird es etwas mehr sein – ausgebaut werden. Teilweise erfolgt die Verbreiterung talseits, teils bergseits. Laut dem technischen Bericht erfordert die talseitige Verbreiterung den Bau einer Stützmauer. Eine Aufschüttung ist offenbar aus geologischen Gründen nicht möglich. Unterhalb des Weilers Gurtberg in steilem Gelände muss der Nagelfluhfelsen teilweise abgetragen werden, weil die Strassenachse bergseitig verbreitert wird.

«Fahrbahnbreite ist eher knapp, aber vertretbar»

Auch die Werke planen im Zusammenhang mit der Strassensanierung Erneuerungsarbeiten an den Frischwasser-, den Abwasser- und an den Stromleitungen. Die Freileitungen für die Elektrizität sollen im Sanierungsbereich verkabelt werden. Künftig sollen nur im Weiler Gurtberg Laternen die Strasse erhellen. Die anderen werden entfernt. Der Gemeinderat von Wattwil beurteilt die vorgesehene Fahrbahnbreite als eher knapp, aber angesichts der Frequenz der Strasse als vertretbar.

Laut dem technischen Bericht fahren im Mittel 420 Fahrzeuge pro Tag über die Krinauerstrasse, wovon knapp zwei Prozent – das wären also 7 oder 8 – Lastwagen sind. Lastwagen werden weiter nur an zwei Ausweichstellen kreuzen können. Dennoch befürwortet der Gemeinderat in seiner Vernehmlassung zuhanden des Kantons das Sanierungsprojekt.

Gegen die Vernehmlassungsantwort des Wattwiler Gemeinderats – nicht aber gegen das Sanierungsprojekt an sich – kann das Referendum ergriffen werden. Wenn es zustande kommt, gibt es eine Urnenabstimmung über die Vernehmlassungsantwort. Letztlich entscheidet aber der Regierungsrat, ob und wann das Sanierungsprojekt realisiert wird. Nach heutigem Stand wird das 2018 und 2019 der Fall sein. Die Bauarbeiten sollen in zwei Etappen abgewickelt werden.

Verkehr soll einspurig geregelt werden

Der Kostenvoranschlag für die Sanierung lautet auf 2,1 Millionen Franken, die der Kanton vollständig übernimmt. Während der Bauzeit soll die Strasse nach Krinau befahrbar sein, fordert der Gemeinderat von Wattwil. Im Bereich der Baustelle wird es eine Einspurregelung geben. Der Gemeinderat von Wattwil regt auch an, Metallnetze zur Prävention von Steinschlägen anzubringen und bergseits auf das geplante ein Meter breite Bankett zu verzichten.