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KRIMINALSTATISTIK: Toggenburg ist sicherer geworden

Während die Zahl der Straftaten gesamthaft zurückgegangen ist, zeigt sich bei den Betäubungsmitteldelikten im Jahresvergleich 2015/2016 ein uneinheitliches Bild.
Serge Hediger

Serge Hediger

serge.hediger@toggenburgmedien.ch

2544 Straftaten nach dem Schweizerischen Strafgesetzbuch (StGB) wurden im vergangenen Jahr in der Polizeiregion Linth­gebiet-Toggenburg registriert. Das sind 2 Prozent weniger als im Jahr 2015. In der Polizeiregion Fürstenland-Neckertal sind es bei 3873 Straftaten gar 7 Prozent weniger. In Worten ausgedrückt: Sowohl im Thur- wie auch im Neckertal ist es grundsätzlich sicherer geworden.

Weniger Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz

Dies geht aus der jährlichen Kriminalstatistik hervor, welche die Kantonspolizei dieser Tage präsentiert hat. Auch bei den Drogendelikten zeigt die Statistik im Vorjahresvergleich eine Entspannung: Die Polizeiregion Linth­gebiet-Toggenburg verzeichnete bei 388 Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) einen Rückgang um 31 Prozent, die Polizeiregion Fürstenland-Neckertal bei 584 Verstössen ein Minus von 8 Prozent. Eine deutliche Zunahme indessen ist bei den Straftaten gemäss Ausländergesetz (AuG) zu beobachten: Während im Linthgebiet-Toggenburg mit 149 Straftaten ein Plus von 10 Prozent registriert wurde, ist es in der Polizeiregion Fürstenland-Neckertal gar eine Zunahme um 41 Prozent.

Bei den Verzeigungen nach dem Betäubungsmittelgesetz ist zu beachten, dass es sich dabei mehrheitlich um sogenannte Kontrolldelikte handelt. Das heisst: Eine Straftat wird nur registriert, wenn die Polizei etwas unternimmt. Somit ist die Zahl der Verstösse nach BetmG abhängig vom Kontrollverhalten der Polizei. Beispielsweise anlässlich der Aktion Ameise. Dabei führen jeweils verdeckt operierende Fahnder Drogenscheinkäufe durch. Tatsächlich geht der letzte Einsatz im Rahmen der Aktion Ameise im Toggenburg zurück ins Jahr 2014. In jenem Oktober konnte so in Wattwil ein 41-jähriger Schweizer festgenommen werden, der einem Polizisten 16 Gramm Marihuana verkauft hatte. Weitere 5 Gramm wurden in den Effekten des Mannes sichergestellt. Bei der Bearbeitung von Betäubungsmitteldelikten ist es so, dass ein Verfahren gegen einen Drogenhändler unter Umständen Dutzende von Verzeigungen auslöse, sagte Hanspeter Krüsi, Kommunikationschef der Kantonspolizei St. Gallen, bereits vor Jahresfrist gegenüber dieser Zeitung. «Es werden dann alle Abnehmer verzeigt, was die Statistik durchaus in einem Jahr in die Höhe schnellen lassen kann.» So zeigt ein Blick auf die Fünfjahresstatistik denn auch, dass es 2014 in Wattwil zu hohen 109 Verstössen nach dem Betäubungsmittelgesetz gekommen war. Seither sind die Zahlen wieder rückläufig: 49 Verzeigungen im letzten Jahr.

Auch Ebnat-Kappel hatte im Jahr 2014 mit 41 Verzeigungen nach dem BetmG einen Höchststand zu verzeichnen. Im letzten Jahr indessen kam der Ort noch auf 6 registrierte Verstösse. Zurückgegangen ist die Zahl der Verzeigungen in Bütschwil-Ganterschwil (7) ebenso wie in Kirchberg (10). Statistisch separat erfasst werden nur die grösseren Gemeinden.

Uneinheitliches Bild beim Ausländergesetz

Während Bütschwil-Gantersch­wil, Kirchberg und Wattwil einen Rückgang der Fallzahlen nach dem StGB ausweisen, sind die Zahlen in Ebnat-Kappel im Vorjahresvergleich leicht angestiegen. Mit 84 Verzeigungen liegen sie jedoch noch immer unter dem Wert von vor fünf Jahren (2012: 97).

Uneinheitlich ist das Bild schliesslich auch bei den Verstössen gegen das Ausländergesetz, das vor allem Aufenthalte und Beschäftigung ohne Bewilligung ahndet. In Wattwil kam es deswegen 2015 zu mehr Verzeigungen (17); auch in Ebnat-Kappel (11) stiegen die Zahlen etwas an. In Bütschwil-Ganterschwil (0) und Kirchberg (10) dagegen sind es weniger als im Vorjahr.

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