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Restaurant Blume in Teufen schliesst: Der stockende Kreiselbau ist mitschuld

Beim Bahnhof Teufen soll ein Kreisel entstehen. Einsprachen blockieren den Bau, die Verhandlungen stocken. Diese Unsicherheit ist mit ein Grund, weshalb die Betreiber des Restaurants «Blume» aufgeben.
Astrid Zysset
Direkt vor der "Blume" soll der Kreisel entstehen. Die Verhandlungen dauern schon zwei Jahre. Bild: ASZ

Direkt vor der "Blume" soll der Kreisel entstehen. Die Verhandlungen dauern schon zwei Jahre. Bild: ASZ

Jacob von Seijen, der Geschäftsinhaber des Restaurants Blume im Dorfzentrum von Teufen, gibt bekannt, dass er den Betrieb auf Mitte Februar einstellen wird. Ein Grund für diesen Schritt ist die Bautätigkeit. Hinter der Gaststätte ist die Überbauung «Unteres Gremm» geplant, eine dazugehörige Tiefgarage entstünde gemäss Projekt bei der Post und somit bei den Gästeparkplätzen der «Blume». «Dort herrscht jetzt schon ein Verkehrschaos. Das würde noch schlimmer werden.» Für zusätzlichen Unmut sorgen die Verhandlungen mit den Appenzeller Bahnen (AB). Einsprachen blockieren den geplanten Kreiselbau, der Baubeginn ist ungewiss.

Beide Projekte zusammen lassen es fraglich erscheinen, ob das Restaurant künftig noch über eine Gartenwirtschaft und genügend Parkplätze verfügen kann. Für Jacob van Seijen und seine Partnerin Anne Hurmerinta ist diese Ungewissheit unerträglich. «Wir brauchen eine Planungssicherheit, um den Betrieb erfolgreich zu führen. Und die haben wir im Moment nicht», so van Seijen. Darum hat sich das Paar entschlossen, in Teufen die Zelte abzubrechen und im Glarnerland ein Hotel zu führen.

Pläne wurden bislang nicht angepasst

Gegen das Kreiselprojekt haben unter anderem die Liegenschaftseigentümer, in welcher die «Blume»-Wirte eingemietet sind, Einsprache erhoben. Worum es inhaltlich dabei geht, wollen sie auf Anfrage hin nicht ausführen. Nur soviel: Eine Einigung konnte Ende Mai erzielt werden. Doch seither wurde es seitens der AB still. Die Vereinbarung hätte unterschriftsreif vorgelegen, doch die integrierenden Pläne wurden nicht angepasst. Warum, ist unklar. Für Jacob van Seijen sind die Gründe für das Versäumnis auch nicht relevant. Für ihn ist das Kreiselprojekt wieder «auf Stand Null» zurückgefallen. «Ich verstehe das nicht. Es hätten nur noch die Unterschriften gefehlt.» Er schüttelt den Kopf. «Wie lange soll sich das Ganze denn noch hinziehen?»

Die Planungssicherheit fehlt

Dass es den Kreisel brauche, sei unbestritten, sagt van Seijen. Die jetzige Kreuzung sei zu gefährlich. Aber wie die Planung abläuft, sei unzumutbar. Wenn er wüsste, wann es mit dem Bau losgeht, könnte er den Betrieb für ein paar Monate schliessen und eine Reise machen. Und wenn er wüsste, wie der Kreisel tatsächlich umgesetzt wird, könnte er dementsprechend darauf reagieren.

Verlasse Teufen schweren Herzens

Im Hausinnern stehen mit einem neuen Boden oder Kühlaggregaten mögliche Investitionen im Raum. «Ein Ausbau oder Anschaffungen lohnen sich aber erst, wenn wir sicher sind, dass wir die nächsten Jahre hier bleiben werden», so van Seijen. Die stetig wachsende Gäste-Nachfrage hätte immer grössere Probleme mit der bestehenden und begrenzten Küchen- und Lagerinfrastruktur mit sich gebracht, schreibt der Wirt in einer Mitteilung. Der intensive Gastro-Alltag sei durch die knapp bemessenen Einrichtungen noch erschwert worden. Ein «unbefriedigender Dauerzustand», der keinen Raum für kreative Weiterentwicklung zulasse. Er verlasse Teufen nur ungern, sagt van Seijen weiter. Die «Blume» hätte rentiert und sei ihm ans Herz gewachsen. Die Appenzeller Bahnen wollen sich aufgrund der laufenden Verfahren nicht zu den hängigen Einsprachen und den Vorwürfen, die Verhandlungen würden stocken, äussern.

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