Kreditentscheid wird an Urne gefällt

MOSNANG. Am 28. September befinden die Mosnanger an der Urne über einen Kredit von 1,6 Millionen Franken für die Sanierung der Oberstufenanlagen. Zusätzlich wird ein Kredit über 360 000 Franken für einen Gymnastikraum vorgelegt. Am Dienstag findet dazu ein Informationsabend statt.

Beatrice Bollhalder
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Für die Sanierung der Schul- und Sportanlagen der Oberstufe Mosnang wird der Bürgerschaft ein Gesamtprojekt vorgelegt. (Bild: pd)

Für die Sanierung der Schul- und Sportanlagen der Oberstufe Mosnang wird der Bürgerschaft ein Gesamtprojekt vorgelegt. (Bild: pd)

Die Schul- und Sportanlagen der Oberstufe Mosnang sind inzwischen 25jährig und da und dort nagt der Zahn der Zeit. Obwohl die Gebäude und Anlagen vor einem Vierteljahrhundert solide und weitsichtig geplant und gebaut worden sind, fallen nun immer wieder Investitionen an. Steigende Schülerzahlen und neue Nutzungsbedürfnisse waren in den letzten Jahren für einige Investitionen verantwortlich. Um nun für die nächsten 25 Jahre wieder Ruhe zu haben, hat sich der Gemeinderat entschlossen, eine Gesamtsanierung der Anlagen ins Auge zu fassen. Die Abklärungen haben ergeben, dass die zu erwartenden Kosten die Millionengrenze übersteigen, weshalb die Bürger darüber an der Urne befinden müssen. Vorgelegt wird der Bürgerschaft am 28. September daher ein Antrag für eine Gesamtsanierung der Anlagen in der Höhe von 1,6 Millionen Franken. Als zweites können die Bürger über einen Zusatzkredit im Rahmen von 360 000 Franken für die Erstellung eines zusätzlichen Gymnastikraumes befinden.

Technik ersetzen

Technische Bauteile haben statistisch eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren. Heizung, Lüftung, Bühnentechnik, Office und auch der Hallenboden der Oberstufenanlagen Mosnang haben damit also praktisch ihr «Lebensziel» erreicht. Renovationen und Erneuerungen sind, bedingt durch die intensive Nutzung, in nächster Zeit aber auch bei der Beleuchtung sowie im Foyer und im Eingangsbereich nötig. Auch an der Gebäudehülle, am Dach und an den Stahl/Glas-Bauteilen besteht Handlungsbedarf. Zudem ist es an der Zeit, die energetische Situation nach 25 Jahren wieder einmal zu überdenken. Die Vorlage eines Gesamtprojektes hat sich also aufgedrängt. Die mit den notwendigen Vorarbeiten betraute Projektgruppe der Liegenschaftenkommission hat nun ein Projekt vorgelegt, dessen konkrete Entscheide vom Gemeinderat gefasst und mit dem Schulrat abgesprochen worden sind. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 1,6 Millionen Franken. Die Kosten müssen über die Aufnahme von Fremdkapital finanziert und innert 25 Jahren abgeschrieben werden.

Die Kommission hat ein Projekt ausgearbeitet, das eine Gesamtsanierung auf Basis der heutigen Gebäudehülle und der heutigen Raumverhältnisse mit Ersatz der Stahl/Glas-Bauteile an der Mehrzweckhalle vorsieht. Nebst der Sanierung der Gebäude ist auch geplant, einen Lift einzubauen, mit dem Waren transportiert werden können, aber auch ein Rollstuhlfahrer mit Begleitperson darin Platz finden.

Bedürfnisse ermittelt

Die Oberstufenanlage steht nicht nur den Schülern zur Verfügung, sondern prägt auch das Leben und die Entwicklung zahlreicher Mosnanger Vereine. Mit Saal, Bühne, Office und Aussenlagen bietet sie ideale Voraussetzungen für die Organisation von sportlichen Anlässen, Delegiertenversammlungen, Konzerten oder Unterhaltungsabenden. Das vom Gemeinderat beauftragte Architekturbüro Schaltegger in Mosnang hat deshalb zuerst die Bedürfnisse der Nutzergruppen abgeklärt. Schule, Vereine, Veranstalter und auch die Hauswarte konnten ihre Wünsche und Vorschläge einbringen. Dabei zeigten sich die Stärken und Schwächen, aber auch die Mängel der heutigen Gebäude und Anlagen.

Zusatzprojekt Gymnastikraum

Bei der Ermittlung der Bedürfnisse kam die Idee der Erstellung eines zusätzlichen Gymnastikraumes auf. Dieser würde vor allem von Sportvereinen genutzt werden, könnte aber auch für kulturelle Anlässe oder beispielsweise für einen Apéro zur Verfügung stehen. Gerade für kleinere Turngruppen wäre ein solcher Raum wesentlich geeigneter als die grosse Turnhalle. Zudem könnte er auch der Schule zur Verfügung stehen. Dieses Raumangebot sei nicht unbedingt nötig, wäre aber eine willkommene Ergänzung, um die ständig ausgebuchte Turnhalle etwas zu entlasten, wie die Verantwortlichen festhalten. Der Gemeinderat gibt deshalb keine Empfehlung zum Zusatzkredit von 360 000 Franken für den Gymnastikraum ab.

Auf Sonnenenergie setzen?

Der Eternitschiefer auf den Dächern ist nicht mehr einwandfrei. Das Zinkdach auf dem Lukarnenaufbau des Schulhauses weist grössere Schäden auf und muss ersetzt werden. Im Sanierungsprojekt sind deshalb die Nachisolation und eine Neueindeckung mit Tonziegel enthalten.

Die südlich ausgerichteten Dachflächen von Schulhaus und Turnhalle bieten optimale Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, eine Photovoltaikanlage als separates Zusatzprojekt der Bürgerschaft im Rahmen des Investitionsvoranschlages 2015 vorzulegen. Dieser Entscheid wird aber erst an der Bürgerversammlung vom 19. November gefällt.

Informationsveranstaltung zur Vorstellung und Diskussion des Projektes «Gesamtsanierung Schul- und Sportanlagen der Oberstufe Mosnang»: Dienstag, 9. September, 20 Uhr, Mehrzweckhalle Oberstufe.

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