Kredit Brückensanierung bewilligt

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Primarschulgemeinde und der Politischen Gemeinde Hemberg genehmigen die Rechnungen 2012 und Voranschläge 2013 ohne Gegenstimme. Zudem sprechen sie einen Kredit für die Sanierung der Starchenbachbrücke von 470 000 Franken.

Urs M. Hemm
Drucken
Teilen
Gemeindepräsident Walter Fischbacher (links) präsentiert eine tadellose Rechnung, so dass die Stimmenzähler Kaspar Bleiker, Niklaus Glatz und Hansueli Knöpfel (von links) einen ruhigen Abend verbringen können.

Gemeindepräsident Walter Fischbacher (links) präsentiert eine tadellose Rechnung, so dass die Stimmenzähler Kaspar Bleiker, Niklaus Glatz und Hansueli Knöpfel (von links) einen ruhigen Abend verbringen können.

HEMBERG. Die Sanierung des Schulhauses Dreieggli und die Anschaffung einer neuen Informatikanlage gehörten zu den grössten Ausgabenpositionen in der Rechnung 2012 der Primarschulgemeinde Hemberg. Leichte Abweichungen in verschiedenen Konten summierten sich schliesslich zu einem Mehraufwand von rund 47 000 Franken gegenüber dem Budget. Die Rechnung der Politischen Gemeinde Hemberg hingegen schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 116 000 Franken ab. Die 51 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten an der Bürgerversammlung der Primarschulgemeinde und der Politischen Gemeinde Hemberg vom Mittwochabend in der evangelischen Kirche beide Jahresabschlüsse ohne Gegenstimme. Zudem gewährten die Stimmbürger für die Sanierung der Brücke über den Starchenbach eine Kredit in der Höhe von 470 000 Franken.

Phänomen Schulverweigerung

Steigende Schülerzahlen sind für kleinere Schulgemeinden wie Hemberg sicherlich erfreulich. «Doch mit immer mehr zu betreuenden Kindern, werden Lehrerschaft und Schulleitung auch plötzlich mit vorher unbekannten Problemen konfrontiert», sagte Elsbeth Roth, Schulratspräsidentin der Primarschulgemeinde Hemberg. So mussten sich die Verantwortlichen im vergangenen Sommer erstmals mit dem Phänomen Schulverweigerung auseinandersetzen. «Es war schwierig, darauf wirksam zu reagieren, weil niemand über die nötige Erfahrung in einem solchen Fall verfügte», so Elsbeth Roth. Um künftig für solche Situationen besser vorbereitet zu sein, ist die Primarschulgemeinde Hemberg derzeit mit den Schulen Oberes Neckertal für die Einführung einer gemeinsamen Schulsozialarbeit im Gespräch. Doch müssen sich auch Schulleitung und Lehrerschaft darüber Gedanken machen, wie sie die Kinder künftig vor derart extremen Reaktionen bewahren können. «Die Schule soll ein Ort der Begegnung und Freude sein und nicht von Problemen», betonte Elsbeth Roth.

EDV für zeitgemässen Unterricht

Die, für die zweite Etappe geplanten Sanierungsarbeiten im Schulhaus Dreieggli konnten abgeschlossen werden. «Zwar lagen die Kosten etwa 1600 Franken über den budgetierten 130 000 Franken, doch bringt insbesondere die Sanierung der WC-Anlagen sowohl für Schüler- wie auch Lehrerschaft einen bedeutenden Mehrwert», so die Schulratspräsidentin. Wertvoll und für einen zeitgemässen Unterricht unabdingbar sei zudem die Anschaffung von Informatik-Material in der Höhe von rund 53 600 Franken.

Im Budget 2013 sind für die dritte Etappe der Dreieggli-Sanierung 87 000 Franken vorgesehen. Weitere 6000 Franken sind für die Sanierung der Aussentreppe des Dreieggli sowie für die Nachrüstung für Steckdosen im Schulhaus Bächli geplant. 4650 Franken sind für verschiedene, kleinere Anschaffungen für beide Schulhäuser vorgesehen. Insgesamt rechnet der Schulrat 2013 mit einem Gesamtaufwand von 1,66 Millionen Franken.

Besser als Flickwerk

Auf rund 470 000 Franken werden die Kosten für die Totalsanierung der Starchenbachbrücke zwischen Hemberg und Mistelegg geschätzt. «Wir sind uns der Höhe des Betrages bewusst, doch ist der Gemeinderat der Meinung, dass oberflächliches Flickwerk, das nur immer wieder zu teuren Unterhaltsarbeiten führt, nichts bringt.» So begründete Walter Fischbacher, Gemeindepräsident von Hemberg, seinen Antrag auf einen Kredit und vermochte damit die Stimmbürger zu überzeugen. Ohne Gegenstimme wurde dieser gewährt.

Weitere Investitionen 2013 betreffen die Beschaffung eines neuen Kommunalfahrzeuges und die Sanierung des Bauamts. Beiden Krediten in der Höhe von 230 000 Franken wurde bereits im letzten Jahr zugestimmt, die Arbeiten respektive die Anschaffung jedoch nicht getätigt. Die Sanierung der Böschung Underharzenmoos konnte noch nicht ganz abgeschlossen werden. Es wird mit Mehrkosten von 5000 Franken zu rechnen sein. Für die Sanierung einer Teilstrecke des Belags der Wisstrasse und für weitere Arbeiten auf dem Gemeindestrassennetz sind Ausgaben von knapp 250 000 Franken vorgesehen. 82 000 Franken sind für die Realisierung des Gemeinschaftsgrabes auf dem Friedhof Underdorf eingeplant.

Aufgrund der Erhöhung des Gemeindeanteils an der Pflegefinanzierung von bisher 33 Prozent auf 60 Prozent, sind im Budget Mehrausgaben von knapp 40 000 Franken veranschlagt. Zuzüglich des Beitrages der Gemeinde Hemberg an den Bau des Alters- und Pflegeheims Brunnadern in der Höhe von 1,5 Millionen Franken, sind Nettoinvestitionen von knapp 2,45 Millionen Franken vorgesehen. Für das Jahr 2013 wird mit einem ausgeglichenen Budget gerechnet.

Teilschuld beglichen

Tiefere Ausgaben, vor allem in den zwei Bereichen Bürgerschaft, Behörden und Verwaltung sowie Soziale Wohlfahrt, bescherten der Gemeinde Hemberg einen Ertragsüberschuss von fast 330 000 Franken. «Dies ermöglichte es uns, einen Teil des individuellen Lastenausgleichs zurückzuzahlen», erläuterte Walter Fischbacher. Dennoch bleibt ein Überschuss von rund 116 000 Franken übrig. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger folgten dem Antrag des Gemeinderates, diesen für zusätzliche Abschreibungen zu verwenden.

Schulratspräsidentin Elsbeth Roth begründet vor der Gemeinde den Aufwandüberschuss der Primarschulgemeinde Hemberg. (Bilder: Urs M. Hemm)

Schulratspräsidentin Elsbeth Roth begründet vor der Gemeinde den Aufwandüberschuss der Primarschulgemeinde Hemberg. (Bilder: Urs M. Hemm)

Aktuelle Nachrichten