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Kreativer Werbegag als Aprilscherz

STEIN. Klappstühle, Klappfahrräder – das ist alles ein Begriff. Die Goette Bau GmbH aus Stein überraschte nun mit der Weltneuheit eines Klapphauses und landete damit einen Volltreffer als Aprilscherz und Werbemassnahme. Der Aufwand hat sich gelohnt, man ist talauf und talab im Gespräch.
Nadine Rydzyk
Hansjakob Götte und Stephanie Keller von der Goette Bau GmbH überraschten mit einem extravaganten Aprilscherz. (Bild: Thomas Geissler)

Hansjakob Götte und Stephanie Keller von der Goette Bau GmbH überraschten mit einem extravaganten Aprilscherz. (Bild: Thomas Geissler)

Die nicht durch einen Werbestop-Kleber gekennzeichneten Haushalte von Wattwil bis Unterwasser hatten am 1. April eine besondere Wurfsendung im Briefkasten. In einem seriös gestalteten Flyer kündigte die Goette Bau GmbH aus Stein vollmundig ihre Weltneuheit, das «Klapphaus 2015» an. Ein gelungener und kreativer Aprilscherz, denn erst wer den Prospekt genauer anschaute, konnte hier ins Lachen kommen.

Einklappen und umziehen

Was in den ersten Zeilen noch ganz realistisch und seriös anfing, hielt schon bald die ersten Hinweise bereit, die in der Beschreibung der «neu entwickelten Klappbautechnik» für das Haus stutzig machen sollten. «Ihr neues Eigenheim kann bereits vier Tage nach Auftragserteilung abgeholt/geliefert und sofort bewohnt werden», heisst es hier. Mit einer beiliegenden Kurbel und Anleitungen wurde versprochen, dass der Kunde das Klapphaus im Handumdrehen selber aufbauen oder beispielsweise bei Nachbarschaftsstreitigkeiten auch einfach vom ungeliebten Nebenan wegdrehen könne. Spätestens wer bis zur Abbauanleitung auf Seite 2 gelesen hat, war dann über alle Zweifel erhaben, dass er hier einen amüsanten Aprilscherz in den Händen hielt. «Vollauszug anstossen und Finger weg! Der Einzug zieht automatisch ein», war hier zu lesen. Beim Zusammenklappen musste man dann nur noch «...das Dach 1,7 Meter bis zur roten Markierung nach oben stemmen» und die Seitenwände einklappen.

Die Reaktionen auf den Flyer waren gross und das Telefon bei der Goette Bau GmbH lief am ersten April heiss. Neben Kunden meldeten sich sogar potenzielle Subunternehmer. «Die meisten haben aber begriffen, dass es ein Scherz war», erklärt Firmeninhaber Hansjakob Götte. Einige nutzten auch die Gelegenheit, um das Unternehmen im Gegenzug selbst in den April zu schicken und gaben sich beispielsweise als hartnäckig Interessierte aus. Auch die Badi Unterwasser meldete sich, dass man so ein Klapphaus sehr gut gebrauchen könnte. Die Idee zu dieser unkonventionellen Werbemassnahme kam von Stephanie Keller, die bei der Goette Bau GmbH für die Werbung und Administration verantwortlich ist. «Wir haben bereits letztes Jahr anstelle von Weihnachtskarten eine Osterpost und eine Silvesterpost verschickt, weil wir nicht in der Masse untergehen wollen. Ein Aprilscherz in diesem Umfang haben wir aber zum ersten Mal gemacht», erklärt sie. Dafür nahm man rund 2000 Franken für den Druck und Versand der Flyer in insgesamt 4500 Haushalte in die Hand und investierte zwei Wochen in die Vorbereitungen.

Nicht mit dem Strom schwimmen

Der Aufwand hat sich für das Unternehmen gelohnt. Denn das Hauptziel wurde klar erreicht: «Wir wollten die Leute zum Lachen bringen und erreichen, dass wir ins Gespräch kommen», erklärt Stephanie Keller. «Schliesslich ist es nicht leicht bekannt zu werden», ergänzt der Chef. «Es ist einfach wichtig, nicht mit dem Strom zu schwimmen und etwas anders zu machen als alle anderen.»

Nach 13 Jahren im Rheintal ist das Unternehmen seit fünf Jahren in Stein angesiedelt und hat jetzt auch sein administratives Zentrum hierher verlegt. Zudem hat man mit einer neuen Halle bisherige Platzprobleme gelöst und kann jetzt die Sparte der Elementbauweise ausweiten. Die Klapphausidee aus dem Aprilscherz hat also zumindest ein kleines Fünkchen Wahrheit in sich, denn der Bau mit vorgefertigten Holzelementen ist zwar nicht einfach demontier- und zusammenklappbar, aber vergleichsweise schnell. Und eines ist ebenfalls sicher: Die Goette Bau GmbH hat für Gesprächsstoff gesorgt, so dass man sich schon jetzt auf den nächsten 1. April freut.

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