Kranz im Bernbiet

Der Ennetbühler Beat Wickli zeigte sich beim Bernisch Kantonalen Schwingfest in guter Form und holte den zweiten Kranz der Schwingsaison.

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Beat Wickli (Bild: pd)

Beat Wickli (Bild: pd)

SCHWINGEN. In Seedorf, in der Nähe von Lyss, fand am letzten Sonntag das letzte Kranzfest der Schwingsaison 2015 statt. Beim Berner Teilverbandsfest setzte sich Christian Stucki mit sechs Siegen eindrücklich durch. Im Schlussgang bezwang der Einheimische seinen Berner Kollegen Matthias Siegenthaler nach 9:50 Minuten mittels Kreuzgriff und sicherte sich nebst dem Tagessieg auch den Sieg der Jahreswertung. Michael Rhyner, Raphael Zwyssig und Beat Wickli waren in Seedorf ebenfalls am Start, wobei sich Wickli seinen zweiten Teilverbandskranz in der diesjährigen Saison sicherte.

Toggenburger unter Bernern

Beat Wickli aus Ennetbühl gehört eigentlich dem Schwingclub Wattwil an. Da er sich momentan in der Zweitausbildung als Landwirt in Meiringen befindet, startete er in dieser Saison für den Schwingclub Meiringen und absolvierte bis auf das NOS-Schwingfest und das St. Galler Kantonalschwingfest alle Kranzfeste im Berner Teilverband. Wickli startete in Seedorf wunschgemäss in das Schwingfest und konnte Thomas Kropf am Boden bezwingen. Da die Berner Schwinger momentan das stärkste Team besitzen, war es auch zu erahnen, dass im zweiten Gang ein «harter Brocken» dem 20-Jährigen zugeteilt wird. Mit Thomas Zaugg stand ihm im zweiten Gang der älteste Berner Eidgenosse gegenüber. Zaugg machte kurzen Prozess und bezwang Beat Wickli schnell. Diese Niederlage verdaute der gelernte Landmaschinenmechaniker und besiegte danach Lorenz Berger und Simon Röthlisberger. So war klar, dass er nach drei Siegen in den ersten vier Gängen immer noch an den Kranzgewinn denken konnte. Die erste Chance für den Kranzgewinn machte der Nordwestschweizer Spitzenschwinger Christoph Bieri zunichte. Vor dem sechsten Gang musste Beat Wickli seine Kräfte sammeln, denn der Gegner hiess Stefan Studer. Die beiden Sennenschwinger schenkten sich nichts und griffen immer wieder an. Dann nutzte Wickli die Gunst der Stunde und bezwang den Oberaargauer am Boden. Der Ennetbühler freute sich über den Sieg, war aber nicht sicher, ob die 56.00 Punkte für den Kranz reichen würden. Als er nach dem Schlussgang die Rangliste sah, konnte er sich umso mehr freuen: Die Punktzahl reichte für den letzten Kranzplatz.

Rhyner und Zwyssig gebremst

Wie an jedem der fünf Teilverbandsfeste können jeweils zwei Gäste pro Teilverband starten. Raphael Zwyssig und Michael Rhyner vertraten die Farben der NOS-Schwinger in Seedorf. Der Flawiler Rhyner startete mit einem gestellten Gang gegen den Emmentaler Eidgenossen Thomas Zaugg in das Schwingfest. Zwyssig musste sich beim Anschwingen gegen Thomas Sempach geschlagen geben. Beide Schwinger des NOS-Verbandes verpassten den Kranz nur knapp. Rhyners Kranzhoffnungen wurden bereits im vierten Gang nach zwei Gestellten, einem Sieg und einer Niederlage zunichte gemacht. Am Schluss klassierte er sich mit einem halben Punkt Rückstand im elften Schlussrang. Der Appenzeller Zwyssig vergab den Kranz im letzten Gang mit einem Remis gegen Urs Schütz und klassierte sich ebenfalls im elften Schlussrang. (pd)