Kranke Eschen auf dem Gupf müssen ersetzt werden

Die mit Eschenwelke befallenen Bäume könnten umfallen und stellen ein Sicherheitsrisiko dar.

Karin Erni
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Nur eine der sechs Eschen ist noch ganz gesund.

Nur eine der sechs Eschen ist noch ganz gesund.

Bild: PD

Auf dem Gupf in Rehetobel stehen sechs mächtige Eschen. «Leider sind diese rund 100 Jahre alten Bäume teilweise von der Krankheit Eschenwelke befallen», sagt Andres Scholl, Leiter der Fachstelle Natur und Landschaft von Ausserrhoden. «Da die freistehenden Eschen nahe an der Wetterseite des Restaurants Gupf stehen, müssen drei von ihnen aus Sicherheitsgründen gefällt werden.» Bei der Baumgruppe handelt es sich um landschaftsprägende Exemplare, die im kantonalen Schutzzonenplan eingetragen sind. Der Grundbesitzer nimmt entsprechende Ersatzpflanzungen vor. Auf Empfehlung des Försters und der Fachstelle werden an Stelle der drei Eschen vier Bergahornbäume gepflanzt. «Am selben Standort wieder Eschen zu pflanzen, wäre eine schlechte Idee, da diese jungen Bäume wieder von der Eschenwelke befallen werden könnten», erklärt Scholl. Linden oder Bergahorne dagegen werden nicht befallen.

Nicht alle Bäume sterben durch die Krankheit

Eschen sind unterschiedlich empfindlich gegenüber dem krankheitserregenden Pilz, der 2008 eingeschleppt wurde und gegen den es kein Mittel gibt. Während die einen Bäume vollständig absterben, können benachbarte Bäume noch gesund sein. Das ist auch auf dem Gupf der Fall. Derzeit müssen drei der sechs Eschen aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Zwei von ihnen weisen Schäden durch Blitzeinschläge auf. «Diese Verletzungen machen sie anfällig für die Eschenwelke, da der Pilz diese als Eintrittspforten nutzt.» Vorsorglich werde daher bereits jetzt ein zusätzlicher Baum gepflanzt, so der Fachmann. «So hat dieser schon eine gewisse Grösse, sollte irgendwann wieder eine Fällung nötig werden.»