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Kraftakt für das Kraftwerk

Damals

Vor 100 Jahren

11. April: Wattwil. Der Heumangel nimmt in unserer Gemeinde einen sehr ernsten Charakter an. Hervorgerufen durch die Heubeschlagnahme, durch die Unterbindung der Einfuhr und das Fehlen von Kraftfuttermitteln einerseits und durch den verspäteten Frühling anderseits, hat der Heumangel bereits dazu geführt, dass die geringen Heuvorräte durch Beigabe von Tannenreisig gestreckt werden mussten. – Und heute, als am 10. April, hat die Schneehöhe im Tale wieder 15 Zentimeter erreicht! Zur Heunot wird uns noch geschrieben: Es ist leider Tatsache, dass landauf, landab für unser Vieh das nötige Futter, das Heu, fehlt. Der Umstand, dass unsere Behörde ein Quantum offenes Heu mittelst Automobil von Waldkirch her in die Gemeinde führen liess, um es denjenigen Bauern abzugeben, die von ihrem Heubestande nur noch etwa zwei oder drei Tage füttern können, drücken dem Schreiber dieser Zeilen die Feder in die Hand. Es ist gewiss etwas Ungewohntes, dass Auto, das sonst viel verschmähte, zum Heuführen benützt wird. Aber die gegenwärtige Zeit vermag so vieles zu ändern und macht in so manchen Dingen einen dicken Strich durch die Rechnung.

Vor 50 Jahren

10. April: Hemberg. Seit Anfang April absolviert die Grenadierkompagnie 33 ihren diesjährigen WK in Hemberg. Im bekannten Kurort herrscht noch strenger Winter, und Schneegestöber lassen die ansonst schon harte Grenadierarbeit noch schwieriger werden. Die freundliche Bevölkerung und ein vorzüglich eingerichtetes Quartier sorgen dafür, unserer Kompagnie den WK möglichst angenehm zu gestalten. Jede Militärdienstzeit bringt unvergessliche Erinnerungen mit sich, und so wird es sicherlich in unserer Grenadierkompagnie noch heissen: «Weisch no im Hemberger … »

Vor 20 Jahren

7. April: Wattwil. Die Gurit-He­berlein-Gruppe hat 1996 den Umsatz um acht Prozent auf 603 Millionen Franken steigern können. Der konsolidierte Cashflow stieg um 28 Prozent auf 61,7 Millionen, der konsolidierte Konzerngewinn um 44 Prozent auf 40,6 Millionen, und das Ergebnis nach Anteilen Dritter erhöhte sich sogar um 50 Prozent auf 23,1 Millionen. Diese guten Gesamtresultate wurden trotz eines wegen der ganzjährig krisenhaften Marktverhältnisse unter den Erwartungen liegenden Abschlusses des Textilmodischen Bereichs (Heberlein Textildruck AG, Wattwil) erzielt. Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung der Chemie- und Kunststoffsparten einerseits und des Textilmodischen Bereichs anderseits haben Verwaltungsrat und Konzernleitung von Gurit-Heberlein verschiedene Massnahmen bereits eingeleitet. Zum ersten wurde im Textilmodischen Bereich per 31. Januar 1997 ein Massnahmenpaket geschnürt, das die Strukturkosten von Heberlein Textildruck AG um 13 Millionen Franken reduzieren wird. Damit sollte sichergestellt werden, dass die unveränderte Zielsetzung einer normalen Profitabilität des Textilmodischen Bereichs trotz des marktbedingten Rückschlags plangemäss für 1998 erreicht wird. Zum zweiten ist beabsichtigt, an Heberlein Textildruck AG einen geschäftlich interessierten Partner zu beteiligen und diese Gesellschaft dann zu verselbstständigen.

Vor 10 Jahren

10. April: Wildhaus. Die Förderung junger Sporttalente, wie sie in Wildhaus betrieben wird, soll als Vorlage für den Aufbau einer Sportschule im Erzgebirge dienen. Tassilo Lenk, Landrat des Vogtlandkreises, weilte kürzlich im obersten Toggenburg, um sich ein Bild zu machen.

11. April: Krummenau. Die alten Turbinen des Kraftwerks wurden abgestellt. Der Raupenbagger für die Abbrucharbeiten wurde mit einem der grössten Kräne der Schweiz in die Schlucht gehievt. Die Arbeit an der beim Turbinenhaus engen Thur erfordert eine spezielle Planung. Dafür wurde aus Schmerikon ein 84 Tonnen schwerer siebenachsiger Kran her­angefahren. Ihm folgten sieben Lastwagen mit 140 Tonnen Gegengewichten. Eine Woche vorher wurde ein spezieller Baukran gestellt, dessen Seile bis zur Thur hinunterreichen. Der Baukran mit 400 Tonnen Hublast liess Pozzis 20-Tonnen-Bagger wie ein Spielzeug erscheinen. Beinahe lautlos wurde der Bagger über die Dächer gehoben und zentimetergenau vor das alte Turbinenhaus gestellt.

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