Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kosten explodieren

Im Schiesssportzentrum Teufen trainieren bei idealen Bedingungen Appenzeller Sportschüler, Kaderathleten, Vereine, Polizeikorps und andere Organisationen. Doch der erste Schweizer Labelstandort muss auch gezielt Altlasten abbauen.
Urs Huwyler
Barbara Schläpfer, die Gaiser Gewehrschützin, trainiert im Schiesssportzentrum Teufen. (Bild: Urs Huwyler)

Barbara Schläpfer, die Gaiser Gewehrschützin, trainiert im Schiesssportzentrum Teufen. (Bild: Urs Huwyler)

TEUFEN. Die Belegungszahlen im Schiesssportzentrum entsprechen den Erwartungen, die Aktiven finden mit Pistole (10 m/25m) und Gewehr (10 m/50 m) ideale Bedingungen vor. Teufen entwickelt sich zu einem Stützpunkt für Kaderathleten. Danebst nützen die Polizeikorps Appenzell, St. Gallen und die Stadtpolizei sowie Vereine die Indoor-Anlage zur Aus- und Weiterbildung, und die Zusammenarbeit mit der Sportschule Appenzellerland (sechs Schüler) ist aufgegleist. Der Betrieb läuft seit Mitte Februar. Die Entwicklung des ersten Schweizer Labelstandorts sieht mittelfristig zudem Events aller Art vor. Auch die Durchführung von Wettkämpfen soll überregional zu einer weiteren Aufwertung führen.

Höhere Abrechnung

Sportlich verläuft der Betrieb damit zur Zufriedenheit der Initianten und Genossenschafter, die jedoch wegen der Finanzierung Überlegungen anstellen und treffsichere Ideen entwickeln müssen. Der Kostenvoranschlag sah für das Projekt 1,85 Mio. Franken vor, die Abrechnung beläuft sich auf 3,187 Mio. Franken. Entweder schossen die Idealisten bei der Planung der doppelstöckigen Anlage am Ziel vorbei, es ergaben sich unvorhersehbare technische Probleme, oder es wurde jeweils die luxuriöse Lösung gewählt.

Leistungen entschädigen

Gründungspräsident Armin Sanwald und Vizepräsident Peter Gloor erklären die Mehrkosten von über 1,3 Mio. Franken hauptsächlich mit den schlechten Bodenverhältnissen. «Diese bedingten zusätzliche Fundamente und Hangsicherungen auf der ganzen Länge des Gebäudes», erklären die Initianten. Dazu seien während der Bauphase neue Vorschriften für die Schiessraum-Beleuchtung und die Lüftung gekommen. «Sowohl dem Personal als auch den Polizeikorps, den Sportschülern oder Vereinsschützen müssen gute Bedingungen mit einer entsprechenden Luftqualität garantiert werden. Die Mehrkosten sind nicht für Zusatzwünsche entstanden, sondern bringen den Benützern idealere Trainingsbedingungen», betonen Gloor und Sanwald.

Gesuche eingereicht

Die Anlage weist internationalen Standard auf, so dass grundsätzlich Gegenwerte für die zusätzlich investierten 1,3 Millionen Franken vorhanden sind. Was nichts daran ändert, dass derzeit ein Loch klafft. «Unser primäres Ziel muss sein, dass die von den Unternehmern erbrachten Leistungen so schnell wie möglich entschädigt werden. Abklärungen und Verhandlungen für die Mehrkostenfinanzierung laufen, Gesuche sind eingereicht», sagen Gloor und Sanwald. Sie stellen sich eine Lösung wie bei der Erstfinanzierung vor. Dafür erhielten sie Gelder von Kanton, Gemeinde, Swisslos und 473000 Franken durch die Genossenschafter. Total ergab dies rund 1,1 Mio. Franken. Zusammen mit dem Darlehen der Gemeinde stand eine Bausumme von etwas über 2 Mio. Franken zur Verfügung.

Gefordert sind daneben auch Verbände, Sponsoren und Vereine. Ergänzend könnte eine Aktion «Freunde der Schiesssportanlage Teufen» Sinn machen. Der FC St. Gallen oder St. Otmar haben in der Vergangenheit ebenfalls an die Solidarität der Sportfreunde appelliert. «Auch in dieser Richtung sind wir aktiv, klären ab, was möglich ist», erklären Peter Gloor und Armin Sanwald.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.