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Das kleinste Polizeikorps der Schweiz steht unter neuer Leitung

Die Innerrhoder Kantonspolizei steht ab Montag unter neuem Kommando. Hauptmann Andreas Künzle übergibt die Verantwortung an Christian Schmid.
Mea McGhee
Christian Schmid erhält von Landesfähnrich Martin Bürki einen Dolch und damit das Kommando über die Innerrhoder Kantonspolizei. (Bild: MC)

Christian Schmid erhält von Landesfähnrich Martin Bürki einen Dolch und damit das Kommando über die Innerrhoder Kantonspolizei. (Bild: MC)

Einen Dolch als Symbol der Befehlsgewalt über das Korps der Appenzell Innerrhoder Kantonspolizei übergab Landesfähnrich Martin Bürki am Freitag an den neuen Kommandanten Christian Schmid. Dieser löst Andreas Künzle ab, der 13 Jahre die Verantwortung für das kleinste Polizeikorps der Schweiz trug.

Der Dolch als Symbol für die Befehlsgewalt über das Korps der Innerrhoder Kantonspolizei.

Der Dolch als Symbol für die Befehlsgewalt über das Korps der Innerrhoder Kantonspolizei.

Erstmals fand eine Kommandoübergabe im Garten des Kapuzinerklosters in Appenzell statt. Der Zeremonie wohnten Familien, Korpsmitglieder sowie die Kommandanten von Ostpol – Polizeikorps der Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein – sowie der Stadtpolizei von St. Gallen und Chur bei.

Hüter des sogenannten Stinkmittels

Landesfähnrich Bürki würdigte die Karriere des scheidenden Kommandanten. Obwohl Innerrhoden ein beschaulicher Kanton sei, habe Künzle mit seinem Team auch schwierige und belastende Situation zu meistern gehabt. Insbesondere den «Fall Ylenia» im Jahr 2007. Der Kommandant habe den Polizeiberuf von Grund auf gelernt und stets auch Einsätze an der Front geleistet. Andreas Künzle war 43 Jahre lang Polizist, erreichte den Grad eines Hauptmannes und war unter anderem Schiess- und Grenadierinstruktor. Seine wohl ungewöhnlichste Aufgabe sei jene als «Hüter» des sogenannten Stinkmittels gewesen, das insbesondere bei den Demonstrationen gegen den Bau des Waffenplatzes Neuchlen-Anschwilen zum Einsatz kam. «Land und Volk fühlten sich unter Deinem Kommando gut behütet und geschützt», schloss Bürki seine Würdigung.

Künzle geht Ende Oktober in Pension

Mit dem Wissen, das Korps in gute Hände zu übergeben, trete er mit Freude aber auch etwas Wehmut zurück, sagte Andreas Künzle und dankte seinen Mitarbeitern und der Familie, die ihm stets den Rücken frei gehalten habe. Bis er Ende Oktober pensioniert wird, bleibt Künzle im Korps der Kantonspolizei tätig. Dies erachtet sein Nachfolger Christian Schmid als wertvoll. Der 53-Jährige ist seit 28 Jahren im Polizeidienst und war zuletzt Regionenchef bei der Kantonspolizei St. Gallen für die Region Fürstenland-Neckertal. Am Montag übernimmt er offiziell seinen Dienst bei der Innerrhoder Kantonspolizei.

Christian Schmid ist seit 28 Jahren als Polizist tätig.

Christian Schmid ist seit 28 Jahren als Polizist tätig.

«Auch wenn es in Innerrhoden keinen Meter Autobahn und keine Sportstadien gibt, Herausforderungen werde ich auch hier finden», sagte Christian Schmid. Er nannte Einsätze im Alpstein oder die härteren Winter als im Flachland. Wert lege er auf die Aus- und Weiterbildung sowie «zielführende Dialoge» mit der Mannschaft und mit den Stabsmitgliedern. Auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Behörden sowie den Korps im Ostpol sei sehr wichtig.

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