KONZERT: Von Dumkas und Zigeunern

Am Freitag ist in der Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell ein Programm zu hören, das vorausweist auf die Konzerte von 2018.

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Das Trio des Alpes besteht aus Claude Hauri, Hana Kotkovà und (Bild: PD)

Das Trio des Alpes besteht aus Claude Hauri, Hana Kotkovà und (Bild: PD)

Am Freitag, 3. November, um 20 Uhr, ist in der Kunsthalle Ziegelhütte, Appenzell, ein Programm zu hören, das bereits vorausweist auf die Konzerte des nächsten Jahres. Das Trio des Alpes spielt das Zigeunertrio von Joseph Haydn mit seinem «Rondo all’Ongarese», das Dumky-Trio von Antonín Dvorák mit seinen Volkstänzen und dazwischen das Trio von Maurice Ravel. Damit entsteht eine Brücke zum Jahresprogramm 2018, das sich unter dem Titel «Vom Volkston zur Kunstmusik» den Verflechtungen und gegenseitigen Inspirationen zwischen Volksmusik und Kunstmusik widmen wird. Das Programm der Konzerte 2018 wird am Freitag erstmals den Konzertbesuchern vorgestellt.

Joseph Haydn übernimmt im Finale «Rondo all’Ongarese» seines sogenannten Zigeunertrios den Geist und Schwung ungarischer Zigeunermusik und nutzt ihn für eine virtuose Schlusswirkung. Noch weiter geht Antonín Dvorák in seinem Dumky-Trio: Das Trio besteht aus nichts anderem als aus sechs aufeinanderfolgenden Dumkas. Die Dumka ist ein ursprünglich aus der Ukraine stammender Tanz, sein Merkmal ist der zweimalige Wechsel ­zwischen langsam-schwermütigen und schnell-ausgelassenen Charakteren. Damit schuf der Komponist ein vollständig vom Volkston inspiriertes Stück Kunstmusik. Auch Maurice Ravel lässt sich in seinem einzigen Klaviertrio inspirieren von alten Formen. So erkennt man fast archaisch wirkende Anleihen an die Pavane und die barocke Passacaille, andererseits knüpft er im zweiten Satz an den malaysischen Pantun an und verwendet im Finale Rhythmen, die an die Volksmusik seiner baskischen Heimat erinnern. (pd)

Hinweis

Reservationen in der Kunsthalle Ziegelhütte unter Tel. 071 788 18 60, Fax 071 788 18 61 oder info@kunst halleziegelhuette.ch